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Ágios Nikólaos

Agios Nikolaos
Agios Nikolaos

Direkt in die Einsamkeit biegen wir in Palioúri ab. Dass wir dabei der Rundstraße wieder fast entgegen fahren und dabei außerdem eine Schwelle überqueren, die mehr einer Einfahrt als einer einmündenden Straße ähnelt, stört uns nach der Irrfahrt des Vormittags kaum noch. Und tatsächlich wissen wir ein paar hundert Meter weiter, dass wir uns auf dem Weg zur Südspitze der Kassandra befinden.

Wer es kitschig mag, empfiehlt sich im Sommer ein Abstecher zum Beach-Club Avaton. Denn dort erwartet den Besucher eine künstlich geschaffene Pseudoantike mit Statuen, stehenden und verstreut liegenden Säulenresten, mit Fresken verzierte Wände, aber auch Pommes, Hamburger und geschüttelte Cocktails.

Ziegen auf dem Weg nach Agios Nikolaos
Ziegen auf dem Weg nach Agios Nikolaos

Unser Ziel aber ist die kleine Kirche Ágios Nikólaos, die am Ende einer langgezogenen Bucht über die Wellen und den Strand wacht. Leider ist der Weg dorthin nicht der beste. Die ersten Kilometer fahren wir zwar noch über eine gut erhaltene Asphaltdecke, nachdem wir eine Ziegenherde passieren, wird diese jedoch durch eine unbefestigte Schotterdecke mit zahlreichen Schlaglöchern abgelöst.

Dem nicht genug, wird unser kleiner Flitzer zweimal kurz nacheinander von riesigen Hunden attackiert, bis wir denn schließlich am Ende des Weges an den mit Treibgut überschwemmten Strand kommen und erst dann entscheiden, dass die Kirche wohl doch keinen längeren Fußmarsch wert ist. Wer dem Massentourismus für ein paar Stunden aus dem Weg gehen will, wird hier im Sommer jedoch ein wunderschönes ruhiges Plätzchen finden.

Ziegen auf dem Weg nach Agios Nikolaos
Blick über das Mittelmeer

Auf der Rückfahrt treffen wir erneut auf die Herde Ziegen, die sich von uns nicht beirren lassen, hier und da an den unteren Zweigen der Olivenbäumen zupfen und schön artig Motiv stehen, bevor sie allesamt die Straße überqueren und auf der anderen Seite im Olivenhain entschwinden.

VG Wort
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