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Eindrücke vom Kinabalu

Spaziergang vom Gipfel zum Laban Rata Resthouse
Ganz so schlimm, wie es auf diesem Bild wirkt, ist der Aufstieg auf Kinabalu zum Glück nicht.

Kurz vor halb sieben verlassen wir den Low´s Peak. Für das Warten werden wir beim Abstieg mit strahlendem Sonnenschein und fantastischen Lichtverhältnissen belohnt. Und so anstrengend der Aufstieg in der Nacht auch war, so geht es bergab umso leichter.

Dennoch legen wir viele kurze Pausen ein. Wenn nicht, um uns zu erholen, so doch, um uns an der wunderschönen Landschaft rund um den Kinabalu satt zu sehen. Zugefrorene Pfützen zeigen unterdessen, dass wir mit den eisigen Temperaturen richtig lagen.

Noch acht Kilometer und 2100 Höhenmeter zur Power Station
Der Bereich, in dem sich dieses Seil befindet, ist der anstrengendste Abschnitt hoch auf den Kinabalu.
Annette, kurz, bevor sie am Seil abrutscht.

Viele Passagen, die uns in der Nacht allein wegen der Wegführung einiges abverlangt hatten, sind bei Tageslicht ganz einfach. Denn da man weite Teile des Wegs überblicken kann, müssen wir uns nur grob am Seil orientieren,

können die Route ansonsten aber frei wählen. Nur in den Bereichen, wo wir uns hochziehen mussten, um voranzukommen, greifen wir zum Seil, um sicher über die schräg abfallenden Granitplatten nach unten zu kommen.

seltsam geformter Fels im oberen Bereich des Kinabalu
Lars hängt in den Seilen des Kinabalu.

Nach etwa einer Stunde ab dem Gipfel erreichen wir bei Sayat Sayat den Checkpoint. Hier werden alle Wanderer verzeichnet, welche den Kinabalu erfolgreich bezwungen haben. Wem hingegen die dünne Luft zu arg zugesetzt hat, sprich: wer unter Höhenkrankheit leidet,

wird indessen in eine geschlossene Schutzhütte verfrachtet. Wie viele Bergsteiger dieses Schicksal ereilt, wissen wir nicht. Wohl aber hören wir Stimmen, als wir die Schutzhütte passieren. Später erfahren wir, dass auch wenigstens ein deutsches Paar den Aufstieg abbrechen musste.

Nebengipfel des Kinabalu
Löwenkopf-Felsen am Kinabalu

Um Punkt 8 Uhr haben wir das letzte Seil geschafft und können die letzten Höhenmeter bequem zum Laban Rata Resthouse hinunter laufen. Oder auch nicht, denn die Treppen bestehen aus sehr hohen Stufen, was ganz schön in die Knie geht. Kurz nach halb neun aber haben wir den ersten Teil des Abstiegs geschafft und können uns über ein gemütliches zweites Frühstück freuen.

VG Wort
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