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Iban - Leben im Langhaus

Zubereitung des Essens im Iban-Langhaus
Wohnzimmer des Häuptlings der Iban

Beim ersten Rundgang durch das Langhaus lernen wir, dass die Töchter bei großen Festen quasi auf dem Dachboden der Wohnungen schlafen müssen. Anschließend wird die Leiter weggezogen, sodass es keinen ungebetenen Herrenbesuch geben kann. Ist eine Beziehung erwünscht oder soll die Familie vergrößert werden, verlässt das Paar hingegen das hellhörige Langhaus und macht es sich in einem Nebenraum des Hühnerstalls gemütlich.

Iban-Kinder beim Klettern
Handwerkskunst der Iban
Lars trocknet allmählich

Wohl aber wirken die Iban trotz der immer noch bescheidenen Verhältnisse in den Langhäusern zufrieden und wachsen die Kinder glücklich auf. So eignet sich der gemeinsame, breite Gang vor den Wohnungen wunderbar, um dort herumzutollen oder mit einem Dreirad ein paar Runden zu drehen.

Allzu wild dürfen es die Kleinen jedoch nicht treiben. Denn der Gang wird auch von den Erwachsenen genutzt, um Hüte zu flechten, Netze für den Fischfang zu richten, allerlei Dinge zu reparieren und Kunsthandwerk zu schnitzen, das als Souvenir angeboten wird.

Blick vom Iban-Langhaus hinab zum Lemanak River
Annette bei den Iban im Regenwald von Sarawak

Wer denkt, dass die Iban noch wie Eingeborene in ihre Hütten leben, wird allerdings schnell eines Besseren belehrt. So entdecken wir in der Stube des Häuptlings drei Fernseher. Auch Computer sind hier nicht unbekannt, wie das kleine Notebook der Tochter verrät.

Bis spät in die Nacht vor der Glotze hängen, gibt es aber dennoch nicht. Denn der Generator, der abends den nötigen Strom liefert, wird um etwa 22 Uhr wieder abgestellt. Abgesehen davon ziehen es die meisten Bewohner ohnehin vor, die freie Zeit in geselliger Runde zu verbringen.

VG Wort
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