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Bako - Wanderung durch den Regenwald (Lintang Trail)

Die Wanderung hat noch gar nicht richtig begonnen, da entdecken wir auch schon eine Schlange. Es ist eine giftige Lanzenotter, die unter einem Busch zu schlafen versucht. Ob ihr das so nah beim Ausgangspunkt der Touren gelingt, ist fraglich. Denn damit der Kopf besser zu sehen ist, wird sie von den Reiseleitern gelegentlich angestupst, sodass sie sich aufrichtet.

Spinne am Wegrand
Blick vom Aussichtspunkt auf das Chinesische Meer

Einen Moment später sind wir es dann, die geärgert werden: es regnet mal wieder. Also raus mit den Jacken und rein mit der Elektronik. Zum Glück habe ich mich diesmal besser auf den Monsun eingestellt und den Wetterschutz für meine Kamera griffbereit. Sicher ist es schöner, im Trockenen zu laufen, aber so kann ich zumindest die vielen wunderschönen Kannenpflanzen aufnehmen, die in Bako in allen möglichen Größen gedeihen.

Kannenpflanze (Nepenthes Rafflesiana)
Annette ist auf den nächsten Monsunregen gefasst.
»Geweihpflanze« im Bako Nationalpark

Während sich die anderen Teilnehmer unserer Gruppe mit ihren Wanderschuhen durch den Dreck tasten, bewähren sich außerdem unsere Trekkingsandalen. Wir wollen ja nicht angeben, aber es ist schon toll, wenn man mitten durch jede Pfütze hindurch laufen kann, ohne sich über Wasser oder Matsch Gedanken machen zu müssen. Je nach Beschaffenheit des Wegs sind unsere Sandalen damit abwechselnd dreckig und, nach der nächsten tiefen Pfütze, dann auch schon wieder sauber.

Ganz normaler Pfad im Regenwald von Bako
Kannenpflanzen im Bako Nationalpark (Nepenthes Ampullaria Green)
Im Regenwald von Bako müssen sich die Wanderer den Weg mit dem Bach teilen.

Ob Wanderschuhe oder Sandalen, auf jeden Fall sollte die Sohle griffig sein. Denn auf dem ca. drei Stunden langen Lintang Trail sind einige, bei Nässe rutschige Steigungen zu meistern. Der Weg aber lohnt sind. So kommen wir auf dieser Route vom Mangroven- und Sumpfwald über den Regenwald bis in den (angeblich) trockeneren Buschwald auf dem Plateau. Auch wenn es in einer Tour regnet, können wir die Unterschiede der einzelnen Vegetationsformen doch gut an der Höhe der Bäume sowie der unterschiedlichen Artenzusammensetzung gut erkennen.

Grüne Kannenpflanze
Annette auf Wanderschaft im Regenwald

Oben auf dem Plateau angekommen, lässt der Regen nach. Hinsetzen können wir uns zwar nicht, die mitgebrachten Lunchpakete schmecken aber auch im stehen ganz gut. Auch kommen wir bald mit anderen Wanderern ins Gespräch, die von Borneo noch weiter nach China reisen möchten.

Der Rückweg zum Park Headquarter verläuft weitgehend trocken. Dabei kommen wir mal durch dichten Wald, mal über offene Granitfelsen, sodass sich immer wieder schöne Ausblicke ergeben, eh wir den Wasserfall nahe der Küste passieren und den Strand erreichen.

VG Wort