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Küstenort Norte Pequeno

Wanderung Ponta dos Capelinhos 2/6

Vom Cabeco Verde kehren wir auf demselben Weg zurück zum letzten Abzweig. In der markanten Linkskurve verlassen wir die Straße und wechseln rechts auf den gelb-rot markierten Wanderweg Richtung Caldeirão und Furna Ruim. Es ist kaum mehr als ein ausgetretener Pfad, der relativ steil abfällt und ein gesundes Maß an Trittsicherheit erfordert.

Der Abstieg führt einen niedrigen Wald zu einer Art Höhle. Es handelt sich dabei um die Furna Ruim, einer eingestürzten Lavahöhle. Auch wenn wir bis an den steil abfallenden Rand der Höhle herantreten können, wo uns nur ein provisorischer Zaun vom Abgrund trennt, ist so gut wie nichts zu sehen. Die Vegetation ist hier so dicht, dass wir tatsächlich nur in ein schwarzes Loch starren.

Blick hinab zur Ponta dos Capelinhos

Wie weit es bis zum Grund der Höhle ist, lässt sich von oben nicht bestimmen. Dafür soll die für Menschen unzugängliche Höhle ein Paradies für Tiere sein. Wie wohl Kühe darüber denken, wenn sie da zufällig hinunter poltern? Doch auch wir geben acht und verzichten darauf, uns über das instabil wirkende Geländer zu lehnen, um vielleicht ein, zwei Meter tiefer in den schwarzen Schlund zu blicken.

Etwa 30 Meter weiter führt uns der Wanderweg links durch einen niedrigen Wald zu einen Aussichtspunkt. Bei gutem Wetter sollte sich uns die Sicht zur Westspitze von Faial öffnen. Es sei, niedrige Wolken versperren einem die Aussicht. Ohne länger zu verweilen, laufen wir sogleich weiter, wobei es auf dem nächsten Abschnitt über einen teils mit Stufen versehenen Pfad einige Meter bergab geht.

Wanderung nach Norte Pequeno auf Faial
Abstieg zur Nordküste von Faial
Abzweig zum Cabeco do Canto

Wo der steinige Weg einfacher wird, kommen wir zum Cabeço da Fonte. Wie schon beim Cabeço Verde spielt es auch hier keine Rolle, ob wir links oder rechts um die Caldeira herumwandern. Auf der Nordwestseite des Vulkans vereinen sich beide Wege wieder. Ab dort haben wir bald eine befahrbare Piste erreicht und sehen vor uns den Kegel des Cabeço do Chanto.

Wer möchte, kann noch 700 Meter weiter auf dem geradeaus bzw. hoch zur Caldeira laufen, um in das grüne Innere des Vulkankraters zu blicken. Auch um den Rand des Cabeço do Chanto führt ein Rundweg. Von der Nordwestseite des Vulkans führt dann ein Weg an der Höhle des Cabeço do Chanto vorbei hinunter zur Küstenstraße.

Bar Fim do Mundo in Norte Pequeno
Bar Fim do Mundo in Norte Pequeno

Wir indes biegen rechts ab und folgen dem Schotterweg in nordöstlich Richtung bis nach Norte Pequeno. Dabei bleiben wir bei der nächsten Weggabelung auf dem Hauptweg, um wenige Minuten weiter in einer Linkskehre geradeaus weiter zur Kirche von Norte Pequeno zu laufen, wo wir auf die Küstenstraße ER 3 kommen. Links ist es nur noch ein Steinwurf bis zur Bar Fim do Mundo, das »Ende der Welt«.

Tatsächlich handelt es dabei um einen kleinen Lebensmittelladen mit ebenso kleiner angeschlossenen Bar und Terrasse. In dieser Gegend ist es die einzige Möglichkeit, seinen Proviant zu überraschend günstigen Preisen aufzufüllen. Bemerkenswert ist außerdem das kleine Klo, welches einen vor Wahl stellt: entweder schließt man die Tür - oder man hat Licht. Hoffen wir, dass die Betreiber eine bessere Lösung finden.

Strandblume auf Faial
Wanderung zum Aussichtspunkt Vigia auf Faial

Anschließend folgen wir der Küstenstraße nach Westen über eine kleine Anhöhe, bis wir auf den Wanderweg treffen, der über den Cabeço do Chanto führt. Hier biegen wir zunächst links von der Küstenstraße ab und folgen der gelb-roten Markierung über einen Erdweg bis hoch nach Vicia, einem alten Wal-Beobachtungspunkt.

Leider ist dieser durch die nahen Vulkanausbrüche und den Zahn der Zeit weitgehend verfallen. Der Rest des Bauwerks ist damit mit Vorsicht zu genießen, zumal es bessere Orte gibt, um nach Walen Ausschau zu halten. Dafür bietet der Aussichtspunkt eine gute Sicht auf die Vulkane der Capelinhos.

Blick von Vigia zur Ponta dos Capelinhos
VG Wort
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