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Aufstieg am Westhang des Pico

Wanderung auf den Pico 2/5

Immer noch auf dem ersten Abschnitt macht das Wetter Mut. Der Gipfel des Pico ist zwar wieder in den Wolken verschwunden, aber die Sonne ist durch die Wolken hindurch zu sehen. Allzu dick kann die Wolkenschicht demnach nicht sein. Auch ist Verlauf des Pfads, von dem früher häufig Wanderer versehentlich abgekommen waren, durch die oben in Neonfarben angestrichenen Pfosten, heute bestens zu erkennen.

Um 10.30 Uhr passieren wir den Pfosten mit der Nummer 10. Wir befinden uns hier auf einer Höhe von rund 1.600 Metern. Etwas schade ist, dass sich die Wolkendecke ausgebreitet hat, sodass wir uns nun im Schatten befinden. Dafür kommen wir immer noch deutlich besser als gedacht voran, was wir auch an der ersten Gruppe sehen, die mittlerweile weit unter uns ihre bereits zweite Pause einlegt.

geführte Wanderung auf den Pico
Blick von halber Höhe des Pico aufs Meer

Blicken wir nach vorn, ist eine zweite Gruppe bald in Reichweite. Wir fragen uns, ob wir nach einem Tag Wanderpause heute sehr gut drauf sind oder den Aufstieg doch zu schnell angehen? Der weitere Aufstieg wird es zeigen. Zumindest liegen noch genügend Höhenmeter vor uns.

Zunächst aber ziehen wir an der nächsten Gruppe vorbei und sind froh, unser eigenes Tempo gehen zu können. Denn viele Gruppen kommen nur im Schneckentempo voran, was wohl eng damit zusammenhängt, dass es in Portugal keinen nennenswerten Absatz für Wanderschuhe gibt.

eine der wenigen schwierigen Passagen beim Aufstieg zur Caldeira des Pico
Wanderung auf den Pico
Annette erklimmt den Pico

Um etwa 10.45 Uhr kommen wir in den Bereich, der als Schlüsselstelle für den Aufstieg bis zum Kraterrand gilt. Anstelle des technisch einfachen Bergsteigens müssen wir diesen Bereich hinauf kraxeln. Der felsige Untergrund ist steil, aber doch nie so, dass man die Hände zwingend bräuchte. Damit können wir auch auf dieser Passage unsere Wanderstöcke einsetzen, was den Aufstieg zu einem auffallend platzierten Pfosten deutlich entschärft. Dort angelangt, gönnen dann auch wir uns eine erste Pause.

Bis um 11 Uhr zeichnet sich ab, dass sich das Wetter wie auch schon an den vorherigen Tagen verhält: Sonne und Wolken wechseln sich ständig ab, wobei wir uns jetzt wieder in der Sonne befinden, während weiter nördlich dichte Wolken die Sicht aufs Meer und zur Basisstation versperren. Doch wir fühlen uns auf Höhe von mittlerweile Pfosten Nummer 20 nach wie vor gut und können kaum glauben, dass es nur noch 600 Höhenmeter bis zum Gipfel sein sollen.

Der Wanderpfad zum Gipfel des Pico wird von Pfählen angezeigt.
Lars über den Wolken
VG Wort
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