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Pico da Cancela

Wanderung Mistérios dos Negros 3/4

Wanderweg unterhalb des Pico da Cancela auf Terceira
Blick von einer Anhöhe über die Landschaft von Terceira

Schließlich beschreibt der Wanderweg eine Rechtskurve und lassen wir die Mistérios dos Negros hinter uns. Der nächste Abschnitt der Tour führt durch einen lichten Wald mit Japanischen Sicheltannen und erneut Heidekraut im Unterwuchs.

Sowie der Weg wieder nach links schwenkt, kommen wir zu einer Gabelung. Rechts sehen wir tiefe Rillen und Buckel vor uns, links führt der deutlich besser beschaffene Weg in ein diesmal etwas dichter bewachsenes Waldstück.

Wanderung Mistério dos Negros
Nach den schwarzen Lavafelsen führt die Wanderung durch Wälder und entlang Wiesen.
Rückweg von den Mistério dos Negros durch den Wald zur Gruta do Natal

Nachdem wir wieder den Waldrand erreichen, scheinen sich die Planer nicht sicher gewesen zu sein, wie sie den weiteren Verlauf legen. Denn mal geht es außerhalb entlang einer Kuhweide, dann (links ab) nochmals durch den Wald sowie über den Pico da Cancela hinweg, eh wir erneut entlang einer Kuhweide wandern. Mit dem Unterschied, dass wir uns diesmal innerhalb der Weide befinden.

Vor allem Letzteres ist mit Vorsicht zu genießen. So stehen die azorischen Rinder durchaus in dem Ruf, ihre Weide gegen Eindringlinge zu verteidigen. Das gilt übrigens auch für die Schwarzbunten Kühe, die auch bei uns daheim auf den Weiden stehen. Mit etwas Umsicht, Ruhe und einem gebührenden Abstand zu den Tieren aber sollte es gut möglich sein, die Weide sicher zu passieren.

Mistério dos Negros
Eine der Mauern, die wir bei der Wanderung überqueren mussten.

Nahe der Straße verlassen wir die Weide, wobei wir über eine locker aufgeschichtete Natursteinmauer hinwegklettern müssen. Während die Kühe hinter uns unbehelligt weiter am Grasen sind, folgen wir der Straße bis durch die nächste Rechtskurve.

Wer einen einfacheren Rückweg zur Gruta do Natal bevorzugt, kann bis zum Ende der Tour auf der Straße bleiben. Wir indes zweigen direkt nach der Kurve mit dem Wanderweg links auf die nächste Weide ab, wobei wir diesmal ein provisorisches Tor irgendwie überwinden müssen.

Am Ende einer großen Weide führt der Wanderweg über diese Lavastein-Mauer.
hochgewachsenes Moos auf Terceira
Rückweg von den Mistério dos Negros zur Gruta do Natal

Danach können wir unserer Weg dank Abwesenheit größerer Vierbeiner gefahrlos fortsetzen. Dabei ist es fraglich, ob die Weide überhaupt mit Rindern bestanden wird. Denn der Boden ist hier feuchter, sodass Binsen dominieren. Als Besonderheit wachsen hier außerdem Gräser und Moose einem Höcker ähnlich in die Höhe, womit sie als Nächstes für das Heidekraut eine geeignete Grundlage schaffen. Mit diesen letzten, nochmals ganz anderen Eindrücken von der Landschaft auf Terceira, endet unsere Wanderung wenig später wieder beim Eingang der Weihnachtshöhle. Auch wenn wir, durch die Mischung aus feuchtwarmer Luft und etwas anstrengenden Phasen, dort völlig verschwitzt ankommen, sind wir froh, diese Runde absolviert zu haben. Denn so ruhig der Auftakt war, so vielseitig ist die Wanderung im weiteren Verlauf, die damit zurecht zu den Highlights auf den Azoren zählt.

Wanderung zu den Misterios dos Negros | Terceira

Eindrücke einer technisch anspruchsvollen Wanderung zu den Misterios Negro auf der Azoren-Insel Terceira.
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