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Strandwanderung

Wanderung am Lagoa do Fogo 2/4

schmaler Sandstrand am Lagoa do Fogo
buschiges Hinterland des Sees, innerhab des Kraters

Nachdem wir am Lagoa do Fogo angekommen sind, halten wir uns links und laufen ein Stück entlang der Bucht, sodass wir bald eine Landzunge überqueren. Kurz bevor wir diese auf der Seeseite passiert haben, blicken wir noch einmal zurück zum Aussichtspunkt. Dadurch sehen wir gerade noch, wie ein Bus seine Fracht auslädt und sich ein Schwarm Touristen am Aussichtspunkt breit macht,

um einfach von oben ein, zwei Bilder aufzunehmen. Mit dem guten Gefühl, dieser Schnelltouristerei gerade noch entkommen zu sein, biegen wir um die Kurve. Im nächsten Moment umgibt uns nur noch Stille und erstreckt sich vor uns ein einsamer, körniger Sandstrand. Der einzige Wermutstropfen ist die ein oder andere Mücke, die uns auf dem nächsten Abschnitt plagt.

Strandwanderung um den Lagoa do Fogo
Blick vom Lagoa do Fogo über einen kleineren Nachbarsee zum Kraterrand
Felswände der Kraterwand um den Lagoa do Fogo

Hinter der Landzunge erreichen wir über einen Trampelpfad den nächsten See. Oder besser gesagt einen der seichten Seitentümpel. Hier finden Amphibien die besten Voraussetzungen für ihre Laichplätze. So findet man hier den Iberischen Wasserfrosch (Rana perezi). Daneben soll der Alpen-Kammmolch (Triturus carnifex) verbreitet sein. In einem großen Schilfgürtel dürften diese Tiere genügend Schutz vor Feinden finden.

Das Vorkommen der Amphibien sagt allerdings nichts über eine gute Wasserqualität des Sees aus. Durch die günstige Lage fernab der Zivilisation und umgeben von Steilhängen herrschen am See zwar recht günstige Umweltbedingungen. Trotzdem ist er überdüngt und wird aufgrund seines hohen Nährstoffgehalts als mesotroph eingeordnet.

Blick über den kleinen Nachbarsee des Lagoa do Fogo
Strand und Baumheide im Vulkankrater des Lagoa do Fogo
VG Wort
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