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Caldeira

Wanderung um die Caldeira von Faial 1/3

Wanderweg der zehn Vulkane auf Faial
Aussicht von Faial nach Pico

Wir haben kaum in unserem Hotel auf Faial eingecheckt, als wir schon wieder auf Achse sind. Mit unserem Leihwagen geht es hoch ins Gebirge, eine Strecke, die der alte Polo sicher schon hundert mal gefahren ist. Durch die geringe Größe der Insel ließen sich die wichtigsten Attraktionen mit einem Fahrzeug an einem Tag abklappern. Doch für eine solch oberflächliche Betrachtung ist Faial zu schade,

sodass man zumindest ein oder zwei Wanderungen einplanen sollte. Zudem erwischen wir super Wetter, bei dem nur wenige Wolken den Himmel zieren. Beste Voraussetzungen für die Wanderung entlang dem Caldeirarand des großen Krater, der den Hauptteil der Insel dominiert. Nach einer 40minütigen Fahrt haben wir den Parkplatz zur Caldeira erreicht.

Hortensien auf der großen Caldeira von Faial
Blick in die große Caldeira von Faial
Wanderweg um die Caldeira

Zu beachten ist, dass das gesamte Kratergebiet zur Reserva Natural de Caldeira do Faial gehört. In diesem großen Naturschutzgebiet gilt es als selbstverständlich, dass die Wanderer auf den vorgegebenen Wegen bleiben und Pflanzen weder gepflückt noch sonst irgendwie beschädigt werden.

Und auch wenn es wirklich neugierig macht, ist der spontane Abstieg auf den Grund des Kraters schon längst verboten. Wer dies möchte, muss sich bei der Naturparkverwaltung anmelden und bekommt bei Erlaubnis einen Guide zugewiesen. Wir nehmen uns die Hinweise zu Herzen und machen uns auf den Rundweg.

Annette und Lars auf Faial

Der Parkplatz befindet sich außerhalb der Caldeira. Von dort führt ein 15 Meter langer Tunnel auf einen Aussichtspunkt oberhalb des Kraters bzw. an den Rand der Caldeira. Wer weniger Begeisterung fürs Wandern verspürt oder sich das teils schwierige Gelände nicht zutraut, bekommt hier schon einen eindrucksvollen Blick in den Krater geboten.

Während wir selbst auf knapp 900 Metern über dem Meer stehen, fällt das Gelände vor uns 400 Meter tief hinab auf den Grund des Kraters. Der Grund wirkt sumpfig und das ist er auch. Lange Zeit war der Kraterboden von einem See bedeckt. Doch durch den Ausbruch des Capelinhos in den Jahren 1957 bis 1958 haben sich Risse und Spalten im Boden gebildet. So ist der Großteil des Wassers ab 1958 versiegt.

Pfad entlang der Caldeira von Faial
hier geht es wieder auf den Rand des großen Vulkankraters von Faial
Caldeira von Faial

Bei der Aussichtsplattform startet auch der Wanderweg »Trilho dos Dez Vulcões«. Die knapp 23 Kilometer lange Strecke würde uns bis zum Vulkan Capelinhos bringen. Komischerweise zeigt das Schild in die entgegengesetzte Richtung.

Das aber liegt wohl daran, dass die Caldeira dafür gegen den Uhrzeigersinn umrundet werden soll. Uns kann es eins sein, da wir den Capelinhos erst am zweiten Tag auf Faial besuchen werden. Für heute reicht uns die Runde um den Krater.

Annette vorm großen Krater auf Faial

Bei der Wandertafel steigt ein kurzer Treppenweg relativ steil zum Cabeço Gordo bergan. Entlang von Hortensienhecken ist der Pfad gut auszumachen. Vor uns ist der Antennenwald des Cabeço Gordo immer gut sichtbar. Nach einer halben Stunde haben wir den Gipfel und zugleich auch den höchsten Punkt dieser Tour erreicht.

Mit 1043 Meter Höhe ist der Cabeço Gordo außerdem der höchste Punkt der Insel. Ab jetzt gibt es keine steilen Anstiege mehr. An der Sendeanlage vorbei, folgen wir vorerst einer schmalen Asphaltstraße, bis diese scharf nach links abknickt. Dort führt der Fußpfad geradeaus weiter, immer entlang der Caldeira.

VG Wort
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