Spicher

Wanderung von der Schwägalp zum Ofenloch 3/7

Ausblick vom Spicher Richtung Spitzli und Kronberg
Blick vom Spicher über die Schwägalp zum Säntis

Die letzten 400 Meter zum Spicher verlaufen entlang einer Hangkante. Es ist eine in Teilbereichen fast senkrecht abfallende Nagelfluhwand. Um dies zu sehen, muss ich bis fast an der Kante stehen und mich ganz schön recken – wobei ich hoffe,

nicht auf einem überhängenden Flecken Erde zu stehen. Allein die herrliche Aussicht auf den Säntis im Osten sowie zum Älpli, Spitzli und der Petersalp im Norden entschädigt mich für den Wagemut.

Ausblick zum Spicher
Ausblick auf dem Weg zum Spicher
Männliches Knabenkraut, auch Kuckucks-Knabenkraut (Orchis mascula)

Obwohl wir uns unterwegs recht lange mit anderen Wanderern unterhalten haben, erreichen wir nach gerade mal Eineinviertel Stunden nach dem Aufbruch bei der Schwägalp den Spicher. Der Wanderweg geht jedoch nicht hinauf zum Gipfel. Der Grund liegt wieder im Schutzgebiet.

Denn auf dem exponierten Südhang wachsen viele gefährdete und deshalb streng geschützte Pflanzen. So entdecken wir an mehreren Stellen das Männliche Knabenkraut (eine Orchidee) und das Echte Alpenglöckchen, die beide unter Trittbelastung nicht gedeihen können.

Echtes Alpenglöckchen (Soldanella alpina)
Sumpfdotterblume (Caltha palustirs)

Vom Wegweiser Spicher folgen wir dem Wanderweg ein kurzes Stück bis Spicher West, wo sich der Weg gabelt. Weil für den linken nichts angeschrieben steht (er führt zu einer Hütte), wählen wie den rechten Weg Richtung Neuwald West.

Auf den nächsten Metern geht es in einer langen Kurve durch den Wald bis wir auf eine abschüssige Alm kommen und eine ganz neue Aussicht auf den Hinterfallenchopf vor uns haben.

Wanderweg zum Spicher oberhalb eines Nagelfluh-Hangs
Wanderweg entlang des Spichers
VG Wort