Sämtisersee ohne Wasser

Wanderung Brülisau - Hoher Kasten - Sämtisersee 6/8

Hütte auf der Alp Sämtis
Blick zurück zum Grat des Hohen Kastens

Wir hatten ja schon beim Aufstieg zum Gasthaus Ruhsitz gesehen, dass der Sämtisersee irgendwie seltsam aussieht. Vor Ort sind wir dann aber doch schockiert, wie wenig Wasser sich in dem See befindet.

Um nicht zu sagen, der Sämtisersee ist bis auf ein kleines Pfützle verschwunden - und das bereits im Mai, nur wenige Wochen nach Start der Wandersaison bzw. nach der offiziellen Schneeschmelze.

Blick auf den fast ausgetrockneten (versickerten) Sämtisersee
Alp Sämtis

Genau darin liegt dann auch die Erklärung. Denn scheinbar macht sich der Klimawandel zwischen Hoher Kasten und Säntis dadurch bemerkbar, dass die Schneefälle nicht mehr jedes Jahr so üppig sind wie es der Tourismus und eben auch der See braucht. Und wo nur wenig Schnee liegt, kann im Frühjahr auch nicht viel abschmelzen.

Vor Ort sieht das dann so aus, dass sich ein kleines Rinnsal durch den trockenen gefallenen Seeboden schlängelt. Dass dieses stellenweise begrünt ist, spricht Bände. Oder anders ausgedrückt: sollten die geringen Niederschlagsmengen in der Region zur Regel werden, werden wir uns wohl an die neue Sämtiserseealp gewöhnen müssen.

Bächle auf dem Seegrund
Blick über den Sämtisersee Richtung Fälensee

Ganz so weit ist es zum Glück noch nicht und hoffen wir, bei unserer nächsten Tour am Hohen Kasten wieder auf den erwarteten Bilderbuchsee hinab zu blicken. Bei unserer zweiten Hohen Kasten-Wanderung aber nutzen wir ein paar große,

sonst vom Wasser bedeckte Steine für eine ausgiebige Rast - und überlegen außerdem, ob wir quer rüber zur anderen Seite laufen sollen, um einen gps-Track zum Augen reiben zu erstellen (-;

Blick zur Widderalp
Trauben-Steinbrech (Saxifraga paniculata)
VG Wort