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Aufstieg von Ruhsitz zum Kastensattel

Wanderung Brülisau - Hoher Kasten - Sämtisersee 3/8

Kamor
Blattloser Ehrenpreis (Veronica aphylla)

Natürlich ist das Wandern schöner, wenn die Sonne scheint und am Himmel nur wenige Wolken zu sehen sind. Das gilt insbesondere für die Aussichtsberge, zu denen auch der Kamor und der Hohe Kasten zählen.

Speziell für den Bereich zwischen dem Berggasthaus Ruhsitz und dem 400 Meter höheren Kastensattel aber ist es gar nicht so schlimm, wenn der Himmel bedeckt ist und es vorher geregnet hat. Denn dann sind die Farben der vielen Pflanzen kräftiger, als wenn sie in der direkten Sonne stehen.

Männliches Knabenkraut (Orchis mascula)
Bergweg von Ruhsitz auf den Hohen Kasten
Alpen-Küchenschelle, Alpen-Anemone (Pulsatilla alpina)

Wer sich für die Botanik am Hohen Kasten interessiert, wird an dem Pfad an der Westseite des Kamors auf jeden Fall seine Freude haben. So entdecken wir einige Knabenkräuter,

den in freier Natur selten gewordenen Feld-Thymian, Alpen-Küchenschellen (Alpen-Anemone), Trollblumen, den Blattlosen Ehrenpreis, Narzissenblütige Windröschen und einige weitere kalkholde Arten.

Feld-Thymian (Thymus serpyllum)
Ausblick Richtung Sämtisersee und Alpstein

Um so enttäuschender ist dafür der Ausblick vom Kastensattel, den wir gut zwei Stunden nach Aufbruch in Brülisau und einer kurzen Rast erreichen. Denn während vom Westen her das nächste breite Wolkenband über das Appenzellerland hinwegzieht, steigt an der Nordostseite von Kamor und Hoher Kasten Nebel hoch.

Damit fällt die Aussicht Richtung Dornbirn, Bregenz sowie dem Bodensee komplett aus und laufen wir die letzten gut 600 Meter bzw. 15 Minuten zum Gipfel des Hohen Kastens durch eine gespenstisch wirkende Nebelsuppe.

Kamor
der Nebel war schneller (schade)
VG Wort
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