Fählensee und Sämtisersee

Wanderung Hoher Kasten - Fählensee - Brülisau 3/4

Sehr schön zwischen den Bergen gelegen, lädt uns der Fählensee (1.470 m) zum Verweilen ein. Natürlich darf in einer so idyllischen Gegend ein Gasthaus nicht fehlen. Genauer gesagt, das Berggasthaus Bollenwees. Also flugs einen Blick auf die Getränkekarte geworfen und ... ups, das übersteigt leider unser Budget. Was es dort oben genau kostet, kann ich leider nicht mehr sagen,

aber unser nach der Gondelfahrt verbliebenes Restgeld hätte es mit Leichtigkeit den Rest gegeben. Wobei man allerdings auch sehen muss, dass sich das Berggasthaus in einer entlegenen Gegend befindet, zu der alles eine weite Strecke mit dem Geländewagen erst einmal herangeschafft werden muss. Mal abgesehen von den kilometerlangen Versorgungsleitungen, an denen das Berggasthaus angeschlossen ist.

Berggasthaus Bollenwees
Fählensee

Ernüchtert von den Preisen in den Appenzeller Bergen machten wir uns also wieder auf. Zwar mit der festen Absicht, bei einer späteren Wanderung noch einmal den Fälensee und das Berggasthaus Bollenwees anzusteuern (dann natürlich mit genügend Bargeld im Gepäck). Aber doch nicht ahnend, dass wir keineswegs den unteren Talgrund erreicht, sondern gerade einmal gut die Hälfte der Höhenmeter vom Hohen Kasten bis hinunter zur Talstation in Brülisau bewältigt hatten.

Den Proviant verbraucht, die Getränke ausgeschwitzt, konnte uns das Berggasthaus Plattenbödeli am Sämtisersee dann doch zu einem großen Mineralwasser überreden. Hatten wir bei Aufbruch nämlich noch gedacht, dass in den Bergen kleine Wasserläufe und Quellen zu finden sind, wurden wir spätestens durch die Tafel am See eines Besseren belehrt. Die nämlich erklärt, dass der See keinen oberirdischen Ablauf hat, sondern alles Wasser in unterirdische Wasserläufe versickert.

Rindvieh beim Sämtisersee

Sieben Stunden später, unsere Beinmuskulatur war vom letzten Teil des sehr unangenehmen Abstiegs durch den Brühltobel völlig erschöpft, erreichten wir endlich wieder die Talstation am Fuße des Hohen Kastens (922m).
Außerdem taten mir die Ohren weh, weil Annette etwa eine Stunde vor Ankunft in einer Tour zu jammern begann.
Als mir dann auf der Toilette der Knopf von der Wanderhose abflog, war der Tag perfekt.
Unseren Urlaub im Berchtesgadener Land jedenfalls konnten wir kaum noch erwarten.

VG Wort