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Wanderung auf den Grünten

Wächter des Allgäus 1/5

Wer im Allgäu war und den Grünten nicht kennt, der war nicht wirklich im Allgäu. Durch seine vorspringende Lage am Alpenrand gilt er als einer der schönsten Aussichtsberge. Zugleich ist er – auch wegen der Antenne – selbst für Laien unverwechselbar zu erkennen. Für Wanderer ist der Aufstieg auf den »Wächter des Allgäus« ein Muss.

Alpe Weiherle
Aufstieg über die Alpe Weiherle auf den Grünten

Den Aufstieg ab der Alpe Weiherle können wir ruhig angehen. Ruhig, das heißt in diesem Fall, langsam und möglichst kräfteschonend. Denn ab der Alpe kennt der Pfad nur eine Richtung; und die führt in einer Tour bergauf. Als Lohn eröffnet sich uns auf den ersten Metern eine hübsche Aufsicht über eine idyllische Bergwiese auf das Burgberger Hörnle (1493 m), das erste Ziel dieser Wanderung.

Wo der Pfad in den Wald eintaucht, lädt eine unter Fichten platzierte Bank zum Verweilen ein. Für eine Verschnaufpause erscheint dies reichlich früh. Denn der Ausgangspunkt befindet sich gerade mal 200 Meter entfernt. Andererseits sind am Waldrand schon 40-50 Höhenmeter geschafft. Das entspricht einer Steigung von über 20 Prozent!

Kaskade des Wustbachs
erfrischende Pause im Wustbach
Wustbach

Oberhalb der Bank folgen wir dem rot markierten Bergweg in einigen Serpentinen durch den Wald. Dabei haben wir die Wahl, ob wir dem Sommer- oder Winterweg folgen. Bald überqueren wir ein erstes Mal den Wustbach. Sein steiles Tal gibt für den nächsten Abschnitt die Richtung vor. Wo immer der Wald es zulässt, ist das Burgberger Hörnle zu sehen.

Wer den Anstieg an einem feuchtheißen Sommertag in Angriff nimmt, findet Abkühlung bei der dritten Querung des Wustbachs. Mehrere große, aus dem Wasser ragende Steinbrocken ermöglichen die Rast im Wustbach. Da das Wasser am Berg zu jeder Jahreszeit kalt ist, bleibt auch die Luft in der schmalen Bachrinne angenehm frisch. Einfach herrlich!

Aufstieg auf den Grünten
Blick über den Siechenberg (links) zum Grünten
VG Wort
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