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Camping in Jinka

Der Campingplatz bei Jinka befindet sich im Schatten von hohen Bäumen, irgendwo am Rande der Stadt. Eine hübsche Allee führt uns zu den terrassenförmig angelegten Platz. Zelte, Matratzen, Tische, Stühle, Lebensmittel und Küchenutensilien haben wir alles in den Jeeps dabei. Sobald es ans Zelte-Aufbauen geht, sind die Platzangestellten zur Stelle und nehmen uns die Arbeit ab. Für uns gilt: Relaxen, Nichtstun, fast schon langweilen.

Die Zelte bekommen wir vom Personal aufgestellt auf dem Campingplatz in Jinka.

Auf dem Platz gibt es mehrere luftige Bambushütten. Diese werden immer paarweise vermietet. Während die eine als Aufenthaltsraum gedacht ist, dient die andere als Küche. Inzwischen haben wir auch einen Koch, Giso. Nach einer kurzen Begrüßung richtet er schon mal seine Feldküche ein. Dazu breitet er halbe Berge an frischem Obst und Gemüse auf einer blauen Folie aus.

Kaum steht die Küche, sammeln sich auch schon die Gehilfen aus unserer Gruppe bei ihm und helfen beim Gemüse schälen. In übergroßen Campingtöpfen und einem Gaskocher zaubert uns Giso später super leckere Suppen und Hauptspeisen. Wir sind begeistert, was er trotz der einfachen Mittel alles hinbekommt.

Der Campingplatz in Jinka - Äthiopien.
Die Zufahrt zum Campingplatz in Jinka - Äthiopien

Auf dem Campingplatz selbst gibt es keinen Strom. Das spart uns die Suche nach einem Kühlschrank. Aber was sollen wir trinken? Ein kleiner Junge hilft uns. Kaum haben wir zwei Flaschen Cola bestellt, flitzt er auch schon los in den Ort.

Zehn Minuten später haben wir kalte Cola und können sich die Nächsten etwas bestellen. Armer Junge. Es stellt sich als etwas schwierig heraus, ihm beizubringen, erst alle Bestellungen aufzunehmen und dann loszurennen. Aber irgendwann klappt auch das und wir bekommen Getränke kistenweise.

Großes Gegacker bei Auftauchen einer Schlange auf dem Campingplatz in Jinka.
Wo ist die Schlange hin auf dem Campingplatz in Jinka?

Etwas mühsam sind die sanitären Anlagen. Für den ganzen Platz gibt es eine Dusche, einen extra Wasserhahn unter freiem Himmel und zwei Plumpsklos. Diese befinden sich auf der untersten Terrasse und im Dunkeln bricht man sich fast die Haxen, wenn man dorthin will. Und Dunkel ist dort noch so richtig dunkel.

Wer pingelig ist, wird daran keine Freude haben. Auch für alle anderen sind die Verhältnisse gewöhnungsbedürftig. Wir sind jedoch erst einmal froh, dass wir bei der Hitze duschen können. Sollte die Dusche streiken, gibt es zur Not noch einen nahegelegenen Bach, bei dem die Kinder unsere Jeeps waschen.

Video Camping in Jinka | Abenteuer Süd-Äthiopien

Fahrt nach Jinka und Eindrücke vom sehr gewöhnungsbedürftigen Campingplatz in Jinka. Vorbereitung zum Kochen in der Wildnis.

Nachts kuscheln wir uns in die mitgebrachten, dünnen Schlafsäcke und können dank der Matratzen recht gut schlafen. Bis auf das Krötenkonzert direkt neben dem Campingplatz hören wir fast keine Geräusche.

An das Fiepen der Tiere haben wir uns allerdings genauso schnell gewöhnt, wie an das »pst, pst, give me T-Shirt«, was immer dann durch den Zaun dringt, wenn wir uns kurz vor dem Zelt aufhalten. Insgesamt ist Camping in Äthiopien halb so schlimm. Man gewöhnt sich schnell daran.

VG Wort
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