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Injera - Fladenbrot aus Teff

Auf dem Weg zu den Blauen Nilfällen, kurz vor dem Ort Tis Abay, kommen wir an einer kleinen Siedlung oder Familienverband vorbei. Die Frauen sind gerade am Injera Backen.

Dies ist Grund für uns, die Fahrt zu unterbrechen. Wir werden herzlich begrüßt und dürfen näher kommen. Die Kinder hängen gleich allesamt an uns.

äthiopischer Bauer bei der Feldarbeit
Besuch eines äthiopischen Dorfes

Die Zubereitung des Injera-Teigs, eine Art Sauerteig, dauert eine Weile. Bei unserer Ankunft ist dieser schon vorbereitet, sodass wir beim Backen zuschauen können. Die Feuerstelle ist direkt vor dem Haus.

Der darauf liegende Stein dient als Pfanne, auf die der recht flüssige Teig gegossen und verteilt wird. Mit einem Deckel, ähnlich einer marokkanischen Tajine, wird dann das Fladenbrot gebacken.

Äthiopierin beim Injera-Backen
Sammy verteilt frisches Injera
Äthiopierin mit Kind

Wir bekommen das frisch gebackene Injera zum Probieren. Dazu gibt es scharfes, getrocknetes Peperoni-Gewürz. Als Zutat für den Teig wird Teff-Mehl verwendet, das etwas erdig schmeckt. Injera wird nicht wie bei uns das Brot gegessen, sondern dient eher als Gabel- und Löffelersatz, um das Essen zu greifen bzw. vom Teller aufzuwischen.

Die Leute sind sehr nett, die Kinder neugierig und freuen sich über unsere Miniseifen. Wir haben Einblick in ein typisches Dorf und das Leben dort. Auch wenn die Leute arm und die Hütten einfach sind, wird alles ordentlich gehalten. Für uns ist das ein schönes kleines Erlebnis am Rande, das man doch gerne mitnimmt.

Äthiopierin beim Injera-Backen
Injera auf dem Feuer
VG Wort
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