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Hotel Gaint Lobelia

Hotel in Debark

Wer im Hotel Gaint Lobelia in Debark übernachtet, darf nicht gerade zimperlich sein. Die Zimmer sind spartanisch eingerichtet, aber das Personal ist sehr nett. Wir werden von mehreren Mädchen empfangen, die uns augenblicklich das Gepäck abnehmen und aufs Zimmer schleppen wollen.

Das kann ich nicht mitansehen, da unsere Koffer größer wirken als eines der Mädchen. Das erhoffte Trinkgeld geben wir trotzdem beiden, der Wille war ja da. Und da sie es schwer genug haben, sich in der Männerwelt Äthiopiens zu behaupten, wollen wir dies unterstützen.

Rezeption vom Gaint Lobelia in Debark
Rezeption vom Gaint Lobelia in Debark

Die sehr kleinen Zimmern wirken mit zusammengewürfelten Möbel überladen und an Reinlichkeit ist nicht zu denken. Nach einem Blick ins Bad bin ich davon überzeugt, dass man in so einem wasserarmen Land nicht jeden Tag duschen muss.

Bei dem am Tisch stehenden Stuhl wird der Schaumstoff nur noch von ein paar Fäden an der Sitzfläche gehalten. Zum Übernachten nutzen wir unsere fürs Camping mitgebrachten Schlafsäcke. Sicher ist das.

Das Gaint Lobelia in Debark
Die Straße vor dem Gaint Lobelia in Debark.

Neben der bunten Lobby ist das Restaurant. Da es in Debark kaum Restaurants gibt, essen wir im Hotel. Einheimische Gäste geben uns das Gefühl, dass es eine gute Wahl ist. Und das ist es auch. Allerdings sollte man beachten, dass Teebestellungen in der Regel für doppelte Tassen gelten. Das heißt, wer Tee bestellt, bekommt in einer Tasse soviel eingeschenkt, dass es für zwei kleinen Tassen reichen würde.

Mit dem Plastikgeschirr kommen wir klar und das vegetarische Reisgericht schmeckt (besser als die Tomaten-Mehlsuppe). Das Frühstück wird am Abend vorbestellt, ist eilastig und lässt sich am besten mit Begriffen wie übersichtlich und mager beschreiben; aber wird sind ja nicht in Äthiopien, um uns kugelrund zu futtern.

Na ja, unser Zimmer vom Gaint Lobelia in Debark.
Das Bad zeigen wir besser nicht. Aber wir konnten trotzdem gut schlafen.
VG Wort