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Da aber die genannte Einkaufsstraße zur Hofburg führt, folgen wir erst mal seinem Rat und schlendern über die Maria-Hilfer-Straße. Es nieselt. Bibbernde Kälte zieht an den Beinen hoch und noch kälterer Wind weht uns ins Gesicht. Wir bleiben standhaft und kommen an einem Nordsee-Restaurant nach dem anderen vorbei. Vor allem ich fühle mich als norddeutschen Jung mehr wie in Bremerhaven als in Wien.
Vor den Kirchen stehen noch ein paar Weihnachtsmarktstände herum. Die meisten haben schon geschlossen, andere haben ihr Sortiment einfach auf Silvester umgestellt und verkaufen jetzt Glücksschweinchen in allen Größen und Varianten.

In der Hofburg
Österreichische Nationalbibliothek

Am Ende der Bummel- und Einkaufsstraße von Maria-Hilfer (es gibt mit Sicherheit schönere Shopping-Straßen in Wien) kommen wir endlich zur Hofburg. Zumindest mal in das große Museumsquartier davor. Nur noch rasch über die Fußgängerampel und ups...! Da muss man ja wirklich geschwind gehen, so schnell wie die Ampeln wieder auf rot schalten. Kein Wunder, dass man in Wien kaum alte Omis und Opis am Krückstock sieht.

Kunsthistorisches Museum
Bibbernde Anne in Wien
Im Volksgarten
Naturhistorisches Museum

Auf dem Maria-Theresien-Platz heile angekommen, fühlt sich dann auch Annette endlich etwas wohler und beginnt ihr die Stadt nach den ersten grauen Eindrücken nun doch zu gefallen.
Hier am Theresien-Platz wollte sich der Habsburger Hof mit einem Museumskomplex ausbreiten. So hatte Gottfried Semper unter anderem zwei neue Burgflügel geplant, die durch Schwibbogen über die Breite Straße mit den Museen verbunden sein sollten.
Realisiert wurde allerdings nur einer der Flügel sowie zwei Museen: das Kunsthistorische und das Naturhistorische, die sich mit ihren italienischen Renaissance-Fassaden als Zwillingsbauten spiegelbildlich gegenüber stehen.

Theseustempel im Volksgarten

Dazwischen stehen einige schön geformte Eiben in allen Größen und Varianten sowie große Reiterstatuen. In der Mitte des Platzes darf Maria-Theresia nicht fehlen, umringt von noch mehr Pferden mit ihren Reitern. Von der Kulisse her sicher beeindruckend. Anschauen tun wir uns die beiden Museen jedoch nur von außen, da wir zum einen ja nicht soviel Zeit mitgebracht haben und zum anderen, weil Annette unbedingt ins Sisi-Museum will. Immerhin sind wir in Wien und da wollen wir doch schon wissen, wie Sisi gewohnt und gelebt hat.

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