Wien
Ankunft
Hofburg
Span. Reitschule
Kohlmarkt
Demel
Ruprechtskirche
Altes Rathaus
Schönbrunn
Karlsplatz
Naschmarkt
Spaziergang
12-Apostelkeller
Fiakerfahrt
Prater
Belvedere
Spittelberg
Café Central
Graben
Abschied
Karte/Reiseverlauf
Wetter und Links
Kontakt
Gästebuch

Altes Rathaus

Wie sich Platzprobleme unkonventionell lösen lassen, erfahren wir beim Alten Rathaus. Denn bis zum Jahr 1309 stand dieses zweitälteste Rathaus Wiens recht bescheiden neben dem Anwesen des Stadtrichters Hymo. Als sich dieser jedoch mit anderen Bürgern gegen die Habsburger verschwor, konfiszierten die neuen Regenten sein Haus für die Gemeinde.

Eingang zum Alten Rathaus Lessing auf dem Judenplatz

Damit endlich konnte das Rathaus erweitert und später, nach der zweiten Belagerung durch die Türken, mit einer reichen Barockfassade prunkvoll ausgestattet werden.
Neben einem Renaissanceportal in Richtung der Salvatorengasse (Eingang zur Salvatorenkapelle) lohnt sich der Besuch heute vor allem wegen des Andromeda-Brunnens im Hof des Alten Rathauses. Geschaffen wurde der Brunnen im Jahr 1741 durch den Bildhauer Georg Raphael Donners, der noch im Jahr der Vollendung starb.

Figur im Andromeda-Brunnen Andromeda-Brunnen im Hof des Alten Rathauses

Wenige Schritte weiter kommen wir zum Judenplatz. Mit einer Synagoge, Schule und einem Spital bildete er seit Ende des 13. Jahrhunderts das Zentrum des jüdischen Viertels. Um etwa 1400 lebten hier rund 800 Einwohner: Händler, Gelehrte und Magnaten (Geldgeber). In den Jahren 1420/21 wurden sie jedoch aus Konkurrenzangst vertrieben. Dabei ging der Volkswut soweit, dass 210 Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt wurden, bekannt als Wiener Geserah. Eine zweite jüdische Gemeinde verwies Ferdinand II. im Jahre 1624 in die Leopoldstadt.
Bis zum Jahr 2000 wurde der Judenplatz zur Fußgängerzone umgestaltet. Außerdem erinnert heute ein Mahnmal an die Verfolgung der Juden während des Dritten Reiches. Zugleich wurde das Misrachi-Haus am Judenplatz 8 als Außenstelle des Jüdischen Museums zum “Museum zum mittelalterlichen Judentum in Wien”.
Da der Judenplatz an sich nur wenig ansehnlich ist (vor allem bei kaltwindigem Winterwetter), haben wir uns hier mit einer Aufnahme des Lessing-Denkmals begnügt, bevor wir weiter sind.

<<< zurück - weiter >>>

Übersicht unserer Reise- und Wanderberichte:
Afrika - Asien - Amerika & Karibik - Europa - Länderübersicht - Impressum & Nutzungsbedingungen
© Lars Freudenthal

[Wien] [Ankunft] [Hofburg] [Span. Reitschule] [Kohlmarkt] [Demel] [Ruprechtskirche] [Altes Rathaus] [Schönbrunn] [Karlsplatz] [Naschmarkt] [Spaziergang] [12-Apostelkeller] [Fiakerfahrt] [Prater] [Belvedere] [Spittelberg] [Café Central] [Graben] [Abschied] [Karte/Reiseverlauf] [Wetter und Links]