|
Rundreise Westtürkei |

Auch uns lässt das Besichtigungsprogramm mit vielen Sehenswürdigkeiten und noch mehr Kilometern dazwischen keine Zeit für einen Abstecher. Stattdessen fahren wir vorbei an Häusern, durch Pfützen und entlang grauen Wiesen direkt zur Akropolis von Pergamon.
Der Burgberg selbst ragt bis 330 m über den Meeresspiegel in die Höhe. Wir haben Glück. Kurz nachdem wir aussteigen, hört es auf zu regnen und auch die Verkäufer nerven nur wenige Augenblicke. Dafür begleiten uns ein paar “süße” Katzen und sind wir so ziemlich die einzigen Touristen an dem Morgen.
Bei unserer Ankunft in Bergama, am Fuße der hellenistischen Königstadt Pergamon, nieselt es. Durch die etwas größere Entfernung zum Meer blieb die türkische Tradition hier bis heute weitgehend erhalten. Nur wenige Touristen finden bisher zum Wochenmarkt oder den Bazar der Stadt, in welchem Schuhmacher, Kesselschmiede und Verzinner ihr Handwerk ausüben.

Leider haben die Bewohner von Bergama gerne die antiken Steine als Baumaterial verwendet. Zumindest die, welche nicht schon früher in anderen alten Gebäuden wie die Haghia Sophia recycelt wurden. Dementsprechend wenig ist von den antiken Gebäuden übrig geblieben. Einige schöne Säulen des Athena-Tempels und viele einzelne Steine (zwischen denen Dornengestrüpp wächst) lassen sich aber auch heute noch finden.
Bei einem tiefen Brunnen, in dem eine Steinsäule in der Mitte steht, versuchen die Touristen Münzen auf die Säule zu werfen. Wenn sie dort liegen bleibt, soll es Glück bringen. Meist fällt sie allerdings runter und Glück bringt sie mehr den Kindern, die später versuchen, diese mit Magneten an Angeln wieder raus zu fischen. Unser Tipp: die großen Münzen bleiben eher liegen...





Der noch gut erhaltene Zeus-Altar steht heute in Berlin. Deswegen sind sonst fast nur noch die Fundamente der Burgruine zu sehen sowie ein großes, steiles Theater.
Was Annette etwas störend fand, waren weiße Stofffetzen, die in einem Gebüsch hingen und durch die Nässe schmuddelig wirkten. Da können die Türken aber nichts für, weil dies ein - für unsere Verhältnisse etwas seltsamer - Brauch der Japaner ist.

|