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Nach so einem Schreck gönnen wir uns erstmal eine Henkersmahlzeit. Als ersten Vorteil der Neustadt erkennen wir, dass die Restaurants hier einiges billiger als auf dem Altmarktplatz sind. Auf dem Weg durch die Freta-Straße (klingt ja schon fast wie “Fress-Straße”) kommen wir am Geburtshaus von Marie Curie vorbei und finden an der Ecke zum Platz “Rynek Nowego Mistra” die “Boruta Bar”. Das besondere der Bar sind übrigens nicht die weit sichtbaren Nescafé-Schirme, sondern die Bänke, die zusammen mit dem Tisch eine Schaukel bilden. Witzig: während die Leute auf ihr Essen warten, wippen sie fast ausnahmslos mit dem Tisch hin und her. Seltsam: obwohl wir bei unseren zwei Besuchen an wenigstens drei verschiedenen Tischen saßen, erwischten wir immer die Schaukel, die von allen am stärksten quietschte. Und Lecker: die Pizza Warschau. Wer sich jetzt eine Pizza im herkömmlichen Stil vorstellt, könnte allerdings enttäuscht sein. Denn - wie mir später eine polnische Studentengruppe bestätigte - vermischen die Warschauer alle Zutaten mit dem Teig und quetschen nach dem Backen circa eine Viertel Tube Ketchup darüber aus.
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