Altstadtring

Wehranlage Barbakane
Pulverturm

Vom Altmarktplatz aus kommen wir durch die Nowomiejska zur Barbakane, einer Wehranlage aus dem 16. Jahrhundert. Diente die Anlage im späten Mittelalter noch zur Verstärkung des Stadttores, so wird sie inzwischen von mehreren Händlern genutzt, welche ihre Souvenirs in den etwas düster wirkenden Nischen zu verkaufen suchen.
Biegt man vor der Barbakane nach rechts ab und folgt der Stadtmauer (Mury miasta), gelangt man nach einer Linksbiegung zum Denkmal der kleinen Aufständischen. Mit diesem Denkmal erinnern die Warschauer an Kinder, welche während den Aufstand 1944 als Kuriere unterstützt hatten.
Wenige Meter weiter treffen wir auf das Jan-Kilinski-Denkmal, welcher als Oberst im Warschauer Aufstand 1794 gegen die Russen gekämpft hat.

Denkmal des "kleinen Aufständischen"
Häuserensemble an der Altstadtmauer

Die Straße zwischen den beiden Denkmälern, die Rycerska, war übrigens vom 18. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts das Rotlichtviertel der Stadt. Frauen, welche hier ihre Liebesdienste anbieten, haben wir zwar nicht gesehen, einen leicht verruchten Eindruck aber strahlt dieser Bereich der Altstadt auch heute noch aus. Hinzu kommt der dichte städtische Verkehr, der hier bis an die Altstadtmauer heranreicht und ebenfalls nicht zum längeren Verweilen einlädt.

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© Lars Freudenthal