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Reisebericht Tobago |
Eine kleine Enttäuschung erleben wir beim Arnos Vale Hotel. Denn obwohl Tobagos Strände alle öffentlich sind, verlangt ein Mitarbeiter des Hotels bei der Einfahrt ein, wenn man bedenkt, dass wir uns nur kurz die Bucht anschauen wollen, deftiges Eintrittsgeld. “Das ist unverschämt”, urteilt David und überlegt: “Dem Hotel muss es wirklich schlecht gehen, wenn sie darauf angewiesen sind.” Es ist gut möglich, dass sich die Hotelführung bald danach besonnen hat. Denn als wir in der zweiten Woche zu Beginn unserer Jeepsafari dorthin kommen, ist das Schild mit dem Eintrittspreis verschwunden. Aber gut, weiter zum Arnos Vale Waterwheel Park.


Dort angekommen, entdecken wir auf dem Weg vom Parkplatz zwei Rotschwanzhörnchen. Sie sehen unseren Eichhörnchen ähnlich und sind mindestens genauso scheu. Weil dort aber zufällig ein Baum Früchte trägt, haben wir Glück. Wie auch, dass der Wasserradpark geschlossen hat und wir uns dennoch in der Anlage umsehen dürfen. Lediglich ein Mitarbeiter befindet sich auf dem nostalgisch verfallenem Gelände - und der ist damit beschäftigt, ein Laubgebläse zu reparieren.



Am Ende eines langen, verwinkelten Gangs kommen wir in eine alte Gaststube oder auch einem Teeraum. Sollte die Anlage wieder eröffnen, ist dies sicher ein hübscher Platz zum Verweilen. Bis dahin aber gehört der Raum den Fledermäusen. Erst entdecken wir eine, dann eine zweite, bis wir sie schließlich versehentlich geweckt haben und um uns herum ein Dutzend dieser Tiere flattert. Also vorsichtig weiter, um sie nicht noch mehr zu stören.


Danach gelangen wir zur Hauptattraktion im Arnos Vale Waterwheel Park: das größte Wasserrad auf Tobago, das einst die Mühle angetrieben und zumindest den Eigentümer reich gemacht hatte. Weil es aber nicht immer ausreichend Wasser auf Tobago gibt, befindet sich gleich daneben ein Dampfkessel als zweiter Antrieb. Außerdem sind noch die alten Siedetöpfe zu sehen, in denen das Zuckersud langsam erhitzt wurde.
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