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Reisebericht Tobago |


Wie in die Bucht von Castara und in die Englishman´s Bay kann man von der Küstenstraße auch in die Parlatuvier Bay hinabschauen. Schon von oben sehen wir, dass uns erneut ein idyllischer, ruhig gelegener Ort ohne viel Tourismus erwartet. Bisher gibt es bei Parlatuvier nur ein Guesthouse als Übernachtungsmöglichkeit für Urlauber.


So wundert es uns auch nicht, dass wir wieder mal ziemlich alleine am einsamen Strand spazieren gehen können. Es gibt zwar ein paar Einrichtungen für Strandbesucher. Die aber werden nur bei größeren Festen gebraucht. Ansonsten liegt der goldgelbe Badestrand von Parlatuvier einfach nur so da und wartet auf die wenigen Ausflügler, die sich hierher verirren.
Wobei es sich durchaus lohnt, in der Gegend längere Zeit zu verweilen. Denn ganz in der Nähe von Parlatuvier soll es laut unserem Reiseführer mehrere schöne Wanderwege und Wasserfälle geben. Auf unserem Programm jedoch steht die Bloody Bay, die sich nördlich an die Parlatuvier Bay anschließt.


Minuten später erleben wir eine faustdicke Überraschung: die paradiesisch gelegene Bloody Bay lockt auch keine Urlauber an. Nein ehrlich, am nördlichsten Punkt unseres Ausflugs angekommen, wundern wir uns doch, dass sich der Tourismus auf Tobago tatsächlich auf eine Hand voll Orte im Südwesten und an der östlichen Küste beschränkt. Denn verglichen mit anderen Karibikinseln wie St. Lucia oder Martinique ist Tobago wirklich günstig.


Den Namen hat die Bucht übrigens versehentlich bekommen. Hier hat angeblich eine verheerende Seeschlacht zwischen Engländern und einer französisch-holländischen Flotte getobt, bei der 1666 soviel Blut vergossen worden sein soll, dass sich das Wasser in der Bucht rot färbte. Diese Schlacht hat es zwar gegeben, allerdings nicht hier, sondern bei Martinique. Die rote Färbung des Wassers soll bei einer bestimmten Sonneneinstrahlung hingegen wirklich zu beobachten sein.
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