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Reisebericht Tobago |


In einem Rutsch geht es von Charlotteville zurück nach Scarborough. Das heißt, fast, denn bei der Queen´s Bay biegt David nochmals zum Strand ab. Während wir uns noch wundern, meint er nur verlegen, dass er die Bucht bei der Hinfahrt vergessen habe. Wenn er meint? Wir hätten es weder gemerkt noch vermisst, nehmen den kurzen Halt aber gerne mit.
Danach fahren wir aber ohne weiteren Stopp zum Fort King George. Es ist das einzige, was einen guten Erhaltungsstand aufweist. Wobei allerdings vieles von den anderen Festungen Tobagos hierher gebracht oder rekonstruiert wurde.


Nachdem wir den Bell Tank, eine nach oben hin glockenförmige Zisterne mit dem für damalige Verhältnisse gigantischen Fassungsvermögen von 35000 Gallonen oder rund 132500 Liter, passiert haben, kommen wir zum Festungsmuseum und Leuchtturmhaus. Von außen ist das Gebäude schön anzusehen. Allerdings hat es leider den Makel, dass uns dort ein Musiker auflauert und bedrängt, unsere Herkunft zu verraten. Ungefragt versucht er als nächstes, uns mit einer Litanei gesungener deutscher Wörter zu beeindrucken. Ein sinnlosen Unterfangen.



Nach einem Rundgang durch die parkähnliche Anlage fahren wir weiter an den Hafen, wo wir die nächste Überraschung des Urlaubs erleben: das Kreuzfahrtschiff, das wir schon am Morgen vom “Funkturmhügel” aus gesehen hatten, ist die MS Deutschland - das Traumschiff. Jetzt sind wir mal gespannt, ob es demnächst eine Traumschiff-Folge mit Tobago gibt. Ansonsten aber lohnt der Aufenthalt im Hafen kaum, sodass wir uns bald auf der Weiterfahrt zu den Strände südlich von Scarborough befinden.




Eigentlich dachten wir ja, dass es nach der Hauptstadt direkt zurück zu unserem Hotel geht. Weil wir zwei Tage zuvor bemerkt hatten, dass sogar der Golfplatz “Mount Irvine” nahe Black Rock durch die Trockenheit graubraun geworden ist und David einfiel, dass der einzige grüne Rasen die Golfanlage beim Hilton an der Südküste ist, entschließt er sich aber zu einem Umweg. Und Tatsache: das Gras auf dem Tobago Plantations Golfplatz sieht noch grün aus. Der hoteleigene, riesige Teich jedoch hat schon einen Großteil seiner Wasserreserve dafür hergeben müssen. Uns ist es gleich. Schließlich gibt es bei uns daheim genug schöne Golfplätze - falls wir je in Versuchung geraten sollen, mit einem Metallschläger auf arme, kleine Bälle einzudreschen.
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