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Reisebericht Tobago |
Unsere Reise nach Tobago beginnt mit einer Premiere: wegen eines Sturms mit Orkanböen wird die gesamte Flugabfertigung auf dem Flughafen Frankfurt eingestellt. “In einer halben Stunde wissen wir mehr”, erklärt uns eine Durchsage 15 Minuten vor dem planmäßigen Start. Wenn wir bedenken, dass der Flieger bei Buchung noch zwei Stunden früher nach Saint Lucia starten sollte, ist dies doch schade. Aber gut, Warten sind wir ja gewohnt. Und zum Trost: “Das betrifft nicht nur den Flughafen, sondern auch die Bahnverbindungen und Autobahnen sind gesperrt.”


Mit zwei Stunden Verspätung starten wir und erfahren, dass das Unterhaltungsprogramm in der Condor ausgefallen ist. ‘Prima’, denke ich, ‘wenn unser Urlaub drei Pannen hat, dann haben wir ja schon das meiste hinter uns.’ Immerhin verläuft der Flug nach St. Lucia trotz des sehr windigen, ruppigen Starts überwiegend ruhig.



Nach dem Weiterflug nach Tobago verläuft die Einreise schleppend. Normalerweise soll hier alles ganz flott gehen, aber irgendwie dauert bei unserer Ankunft alles doppelt so lange. Wobei der bürokratische Aufwand das Seine dazutut: beim Betreten des Airports müssen wir eine Erklärung abgeben, dass wir uns rundum gesund fühlen, bei der Passkontrolle brauchen die Beamten eine Ewigkeit, bis sie das Einreiseformular studiert bzw. den Stempel in den Reisepass gedrückt haben und als wir dann endlich unsere Koffer haben, müssen wir erklären, dass wir ohne meldepflichtige Waren einreisen, bevor sämtliches Gepäck überprüft und die eben genannte Erklärung von dem nächsten Beamten eingesammelt wird.


Als wir endlich draußen stehen und Sonja, unsere Reiseleitung treffen (die von der Tui keinen Bescheid bekam), müssen wir noch auf weitere Gäste warten. Das dauert. Das dauert recht lange. Um nicht zu sagen, wir könnten die ganze Nacht warten. Denn die Unglücklichen haben den Flug nicht erreicht, weil ihr Zubringerflug wegen des Orkans nicht starten durfte. Da sind wir doch froh, dass wir schon einen Tag vorher nach Frankfurt gefahren sind.
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