War es abends zuvor noch ein Scherz, dass wir auf den Berg mit der weißen Haube wandern wollten, zeigt sich der Thaneller am Tag unserer Abreise tatsächlich schneebedeckt. Zum Glück ist es jedoch so wenig, dass das meiste nach dem Frühstück schon wieder geschmolzen ist.
So können wir das nun deutlich bessere Wetter nutzen, um eine unserer geplanten Wanderungen nachzuholen und zumindest die 1.000 Höhenmeter vom Hotel bis hoch zum Gipfel des Thanellers (2.341 m) mit nach Hause zu nehmen.
Vom Kaiserhof ist es nur ein Katzensprung bis zum ersten Wegweiser. Nachdem wir uns erst zweimal links halten und einem asphaltierten Wirtschaftsweg vorbei an einem Pferdehof folgen, verlassen wir diesen nach etwa zehn Minuten und wechseln auf den richtigen, also nicht mit Autos befahrbaren Wanderweg. Damit wartet dann auch schon die erste Hürde auf uns: freilaufende Pferde! Nicht, dass sie etwa aggressiv wären. Es ist nur, dass wir uns mehr mit dem Verhalten der Alpenrinder und Hinterwälder auskennen, während wir die Pferde kaum einzuschätzen wissen. So wird es Annette doch mulmig, als ihr ein blonder Gaul folgt, bevor er sich von ihr streicheln lässt. Als wir die Alm verlassen, bleibt er aber letztendlich doch zurück.