Durch den vielen Regen an unserem einzigen kompletten Tag im Hotel Kaiserhof haben wir das inbegriffene Wellnessangebot ausgiebig genutzt. Wobei die Kaiseralm leider erst ab 12 Uhr und die Liebe Wasserwelt sogar erst ab 15 Uhr geöffnet ist. Da beide Bereiche um 19.30 Uhr schon wieder schließen, während das Abendessen von 18.30 bis 20 Uhr ist, lassen sich eine ausgiebige Tageswanderungen kaum mit einer entspannenden Sauna verbinden.
Weil wir wegen dem nassen Wetter einen Ansturm auf die Kaiseralm befürchtet hatten, wollte ich vormittags zwei Plätze für uns reservieren. Schließlich reichen die Liegen nur für sechs Gäste und können auch nur 15 Personen die Kaiseralm gleichzeitig nutzen. Anmeldungen - außer natürlich für die Massagen und weiteren Anwendungen - sind aber weder möglich noch nötig, wie mir die nette Empfangsdame versichert: “Wenn Sie um zwölf kommen, finden Sie sicher Platz.”
Wer hätte gedacht, wie recht sie hat? Denn als wir in die Kaiseralm gehen, sind wir tatsächlich die einzigen Gäste - und bleiben es auch für die ersten beiden Saunagänge. Dabei ist die Kaiseralm, hat man sich erstmal an den unglaublichen Kitsch gewöhnt, wirklich ganz toll ausgestattet: neben der geräumigen Berwanger Stubensauna laden die Kräuter-Dampfküche und das Dampfbad zum Verweilen und zur Stärkung des Immunsystems ein.
Ergänzt wird das freie Angebot durch eine kleine Infrarotkabine, einem Massagestuhl und dem so genannten Heu-Kraxn-Ofen. Ob es sich lohnt, dafür extra Geld auszugeben? Vielleicht, zumindest hat die Infrarotstrahlung einige positive Effekte auf die oberen und auch unteren Hautschichten - mal abgesehen davon, dass sie bei der Fettverbrennung hilft, wenn man die Kalorien schon nicht beim Wandern runterlaufen kann... Ob es den Heu-Kraxn-Ofen unbedingt bedarf, wenn man seine Muskeln entspannen oder die Nerven mit ätherischen Ölen beruhigen will, halten wir hingegen für fraglich.