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Reisebericht Bangkok |


Am Eingang des Wat Phra Kaeo´s angekommen, wird unsere Vermutung zur Gewissheit: man hat uns schon am ersten Tag der Reise angelogen! Aber gut, allzu viel haben wir bei der nur bedingt freiwilligen Rundfahrt nicht verloren. Und so schaffen wir es noch vor dem Platzregen in den Tempel. Genauer: ganz kurz davor. Denn kaum haben wir uns einen ersten Überblick über die Gebäude, die Ge- und Verbote geschafft, entleert sich der schwüle Gewitterhimmel über uns. Augenblicke später plätschert das Wasser über die vielen Dächer und flutet sämtliche Wege der Anlage. Wir selbst ziehen uns unter einen kleinen Pavillon zurück, wobei wir feststellen, dass das “Schuh-an-Schuh-aus-Gebot” weitgehend außer kraft gesetzt ist. Zugleich treibt der Wolkenbruch die meisten der Besucher zum Ausgang hinaus, sodass wir uns schon bald in einer nur noch spärlich besuchten Hauptattraktion Bangkoks wieder finden.



Der Tempel selbst gilt als der schönste und interessanteste in Thailand. Hauptanziehungspunkt für die Gläubigen ist der Smaragd-Buddha. Im Vergleich zu vielen Buddha-Statuen ist der Smaragd-Buddha mit einer Größe von nur 70 Zentimetern zwar relativ klein. Dafür aber wird er derart verehrt, dass in dem Gebäude, in welchem er hoch über den Köpfen der Buddhisten und Touristen, nicht fotografiert werden darf. Auch dürfen die Füße des Besuchers nicht in Richtung Statue zeigen - ein Fettnäpfchen, welches ich für wenige Sekunden dummerweise mitgenommen habe.
Woher der Smaragd-Buddha stammt, ist heute ungewiss. So werden sowohl Indien als auch Birma als mögliches Ursprungsland genannt. Sicher ist jedoch, dass die Figur einige Jahrhunderte alt ist. Sie soll 1464 in einem Tempel in Chiang Mai gestanden haben. Im 16. Jahrhundert kam der Smaragd-Buddha nach Laos. Im 18. Jahrhundert gelang es Thai schließlich, die Figur bei einem Feldzug zurückzuerobern.
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Zurück zum Eingang, kommen wir zu den Wächterfiguren. Obwohl dämonisch, kommen sie uns mit ihrem Grinsen und buntem Kostüm eher freundlich als abschreckend vor. |
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