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Vom Pier Tha Tien aus kommen wir gegen neun Uhr zum Wat Pho (offiziell: Wat Phra Chetuphon). Schon auf dem Weg zum Eingang spricht uns ein Thailänder an, ob wir zum Wat Pho und dem liegenden Buddha wollten? Ja? Also zeigt er uns den Weg zum Eingang, fragt aber zugleich, ob wir Buddhisten seien? “Nein? Oh das ist schade.” Denn um diese Uhrzeit werde im Tempel gebetet und würden nur Buddhisten eingelassen. Zugleich empfiehlt er uns ein paar Tempel ganz in der Nähe, die keinen Eintritt kosten und zu denen wir laufen könnten. Als Möglichkeit, doch schon in den Tempel zu gelangen, könnten wir aber auch angeben, zur Massageschule zu wollen. Mit etwas Glück kämen wir dann schon in den Tempel hinein - und das sogar ohne Eintritt zu zahlen.

Wat Pho Wat Pho

Wir bedanken uns für die Hilfe, gehen aber trotzdem zum Eingang, um sicher zu gehen. Und tatsächlich: nachdem wir bereits in der Nähe des Königspalastes belogen wurden, hat uns auch dieser Thailänder angeschwindelt - und das sogar ganz ohne einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen. Denn der Tempel ist ganz normal und ohne jede Einschränkung geöffnet. Nachdem wir später in mehreren anderen Reiseberichten ähnliche Erfahrungen mit entsprechenden Warnungen gelesen haben, ist diese Verlogenheit leider kein Einzelbeispiel, sondern durchaus gängige Praxis in Bangkok. Thailand, das Land der lächelnden Lügen? Eigentlich Schade.

Wat Pho Wat Pho

Aber gut, dieses Mal haben wir zum Glück keine Stunde verloren, sondern sind rechtzeitig am Tempel. Was soviel heißt wie: vor Ankunft der Reisebusse. Schließlich ist das im 16. Jahrhundert gegründete Kloster mit seinen rund 1.000 Buddhafiguren, 95 Pagoden und dem 46 Meter langen und 15 Meter hohen ruhenden Buddha einer der touristischen Hauptanziehungspunkte Bangkoks. Damit ist es bereits nach zehn Uhr so gut wie nicht möglich, den liegenden Buddha in aller Ruhe zu fotografieren.

Wat Pho Wat Pho - porzellangeschmückter Chedi Wat Pho - Annette auf Treppe eines porzellangeschmückten Chedis
Wat Pho

Wenige Schritte nach dem Eingang kommen wir zuerst zu den vier porzellangeschmückten Chedis. Mit ihren bunt spiegelnden Mosaiken gedenken sie der ersten vier Könige der Chakri- Dynastie: dabei stammt der grüne von Rama I., der weiße von Rama II.,  der gelbe von Rama III. und der blaue (Phra Si Sanphet Chedi) von Rama IV..

Lars im Kloster Wat Pho
Wat Pho Wat Pho

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Wat Pho

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© Lars Freudenthal