Reisebericht Kambodscha

Tempel Bayon

Im Zentrum von Angkor Thom befindet sich der Bayon, der etwa 100 Jahre nach Angkor Wat errichtet wurde und den Jayavarman VII. Ende des 12. Jahrhunderts zu einem buddhis- tischen Heiligtum umbauen ließ. Der Grund- riss des Tempels ist denkbar einfach. Denn der Bayon besteht lediglich aus drei Ebenen, von denen die zwei unteren von quadratischen und mit Reliefs reich geschmückten Galerien umgeben sind.
Dennoch besteht die Gefahr, sich in der verwinkelten Anlage zu verlaufen und so bittet Ry darum, dass sich niemand von der Gruppe entfertn.

Angkor Thom - Bayon
Angkor Thom - Bayon
Angkor Thom - Bayon
Angkor Thom - Bayon

Kaum haben wir uns ein wenig umgesehen, die ersten Bilder und Filmaufnahmen gemacht, ist es auch schon passiert: wir sind alleine! Nun gut, das ist ja kein Grund zur Panik. Schließlich sind wir es gewohnt, etwas hinterher zu hängen, sobald sich nur genügend Motive vor der Kamera zeigen. So also beschließen wir - nach ein paar abschließenden Außenaufnahmen - weiter ins Innere des Tempels zu gehen.
Die anderen Teilnehmer unserer Gruppe sind hier zwar auch schon nicht mehr, aber dafür bieten sich erneut einige Winkel, steinerne Gesichter oder auch einfach nur ein paar aus Sandstein gehauene barbusige Schönheiten.

Angkor Thom - Bayon

Zur Rechten gelangen wir ein etwas dunkleren Gang, der nach wenigen Metern in einen noch düsteren Gang führt. Sofort ist auch jemand da, um uns mit einer Taschenlampe auszuhelfen. Doch nein, Danke, wir sehen hier drinnen noch genug. Das einzige, was auch hier fehlt, ist wenigstens ein bekanntes Gesicht unserer Gruppe, und so wird uns nun doch ein wenig mulmig.

Angkor Thom - Bayon

Weiter geht es nach oben auf die dritte Ebene. Auch wenn wir wirklich gerne wenigstens ein, zwei Leute aus unserem Bus getroffen hätten, lassen wir es uns doch nicht nehmen, das Heiligtum im Zentrum der dritten Ebene zu bewundern. Denn hier stehen die Türme (54 an der Zahl) mit den berühmten Gesichtern, die in vier Richtungen schauen. Ausgenommen ist hiervon der mittlere Turm. Dieser war zur Zeit Jayavarmans VII. vermutlich vergoldet und besitzt auch heute noch acht Gesichter.

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© Lars Freudenthal