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Reisebericht Kambodscha |


Da immer noch ein wenig Zeit ist, lassen wir uns zum Zoo von Angkor fahren. Schon bei der Fahrt nach Angkor Wat hatten wir ein Schild zu diesem kleinen Tierpark gesehen und wähnten ihn daher ganz in der Nähe. Bereits bei der Abzweigung entdecken wir ein paar Affen, die einfach nur auf der Wiese sitzen und dem mittlerweile spärlichen Verkehr kaum Beachtung schenken.
Ganz so nah, wie wir dachten, ist es - trotz dieser ersten tierischen Begegnung - von der “Angkor-Wat-Zufahrt” zum Zoo allerdings doch nicht. Es ist aber auch gut möglich, dass einem die Strecke länger vorkommt als sie wirklich ist, da nur eine schlecht befestigte Piste, vorbei an kleinen Häusern und Gärten, zum Zoo führt.



Der Zoo selber ist mit drei Dollar Eintritt verhältnismäßig teuer (zum Vergleich: für die Tuk-Tuk-Fahrt vom Restaurant zum Angkor Wat, dem kleinen Tempel Ta Phrom Kel, dem Zoo, den Wartezeiten des Fahrers und der Rückfahrt zum Hotel haben wir einen Preis von sieben Dollar ausgehandelt). Wenn es den Tieren dadurch ein wenig besser geht, soll es uns aber recht sein.
Den Vergleich zu deutschen Tiergärten kann der Angkor Zoo natürlich nicht standhalten. So ist zum Beispiel ein Leopard in einem nur winzigen Verschlag untergebracht und wünschen sich auch die Vögel und Affen sicherlich ein größeres Gehege, wenn ihnen schon die Freiheit vergönnt ist. Soweit es möglich ist, schauen die Wärter jedoch darauf, den Lebensraum der Tiere nicht unnötig einzuschränken. So haben die Krokodile weitmehr Platz als auf den kleinen Farmen in der Umgebung. Außerdem dürfen sich ein paar große Hirsche frei auf dem Gelände bewegen. Und wenigstens ein Kormoran ist offensichtlich sogar freiwillig zu Besuch bei den Enten.
Dennoch: für die Tiere bleibt zu hoffen, dass der Zoo ausreichend Mittel bekommt (und diese entsprechend einsetzt), um die verschiedenen Gehege zu vergrößern und dem Leopard, dem Maleienbär und Fischotter sowie den vielen Affen wenigstens ein etwas erträglicheres Leben bieten zu können.


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