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Wanderung durch die Masca-Schlucht |
Nachdem wir durch ein Eisentor kommen, das ohne erkennbaren Grund in der Landschaft bzw. neben einem der Felsbrocken zu stehen scheint, dauert es nicht mehr lange, bis uns ein Felsklotz den Weg versperrt. Auf der rechten Seite können wir diesen noch relativ gut umgehen. Eine gute Dreiviertelstunde und mehrere Bachüberquerungen später aber wartet ein richtiges Problem auf uns: ein weiterer Felsblock, der mitten in der Masca-Schlucht liegt.


Da links des Felsens der Bach verläuft, versuchen wir unser Glück zunächst auf der rechten Seite. Dadurch bekommen wir einen guten Blick zu einem Felsentor, das sich rund zehn Meter über dem Boden befindet. Wirklich weiter geht es hier aber nicht - es sei denn, man klettert um einen Grad herum, wozu man allerdings geschickt und kräftig in den Händen sein sollte, um auf der anderen Seite entlang der Felswand zum rettenden Ufer zu kraxeln. Also zurück das Ganze.



Weil wir uns immer noch nicht vorstellen können, dass wir über die Kaskaden und damit durch den Wasserfall links des Felsens hinabsteigen müssen, klettere ich auf den Felsblock. Von unten sieht es nämlich so aus, als wenn es auf dem Hang, mit dem der Felsen über einen zweiten Felsen verbunden ist, einen Weg gäbe. Ein Irrtum, wie ich feststelle, als ich drüben angekommen bin, einen Stein losgetreten habe (der krachend in die Tiefe stürzt) und merke, dass der Untergrund rutschig ist. So eine Sch...! Und schon ruft auch Annette, dass ich da wegkommen soll, da es ein Stück weiter senkrecht bergab geht.



Das war gefährlich. Obwohl Annette meint, dass wir wohl umkehren müssten, schaue ich mir den Wasserfall dann aber doch noch einmal genauer an. Wären wir besser vorbereitet oder nicht alleine in der Schlucht gewesen, wären wir wohl ohne groß zu überlegen hinuntergeklettert. So aber lehne ich mich erst so weit wie möglich vor, um eine mögliche Route durch das Wasser auszumachen. Nach einer Pause schließlich wagen wir den Abstieg über die Kaskaden, für den man zwar die Hände zur Hilfe nehmen muss, der aber gar nicht so schwierig ist, wie es von oben aussieht. Der Aufstieg jedenfalls wird uns später keine Probleme bereiten.
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