Wanderung durch die Masca-Schlucht

Befanden wir uns auf dem Hinweg die meiste Zeit im Schatten, liegen ab dem Mittag weite Teile der Schlucht in der Sonne. Schon allein, weil sich dadurch die Lichtverhältnisse stark ändern, lohnt es sich, den Weg auch wieder zurück nach Masca zu wandern. Da wir jetzt ständig anderen Wanderern begegnen, ist es zudem einfacher, den richtigen Pfad zu wählen, sodass wir eigentlich kaum mehr in irgendwelche Sackgassen hineinstolpern.

Weg zurück durch die Schlucht
endlich scheint die Sonne
mehrere hundert Meter ragen die Felsen am Rand der Schlucht in den Himmel

Wohl aber treffen wir mehrmals auf größere Gruppen, in der das Stolpern sehr wohl Thema ist. Denn weil die Masca-Schlucht zu den Highlights auf Teneriffa zählt, wird sie natürlich so gut wie möglich vermarktet. Im Prinzip ist es ja nicht falsch, an einer geführten Wanderung teilzunehmen. Leider aber nehmen die Führer so ziemlich jeden mit, der die Tour noch gerade so bewältigen könnte. Als Folge sehen wir bei den Gruppen auch 70jährige, die offenbar schon Schwierigkeiten haben, bevor die wirklich kniffligen Stellen kommen. Während andere die Tour genießen können(oder sich langweilen, weil sie ständig warten müssen), geht es für sie einzig darum, die Tortour irgendwie zu meistern.

oberer Teil der Masca-Schlucht
Blick über Masca zum diesigen Meer

Da haben wir ganz andere Probleme: konditionelle. Einen Großteil der Schlucht meistern wir zwar ohne Mühe, wie den Wasserfall, der auf dem Rückweg etwas weniger Wasser führt, im oberen Drittel aber freuen wir uns dann doch über jeden kleinen Abschnitt, den wir bewältigt haben. Bis wir schließlich wieder bei der Brücke unterhalb von Masca (Nr. 6) ankommen und ich Annette Meter für Meter überreden muss, nicht stehen zu bleiben (ein sturer Esel könnte nicht schlimmer sein).

Aufstieg nach Masca
nur noch sechs kleine Abschnitte bis nach Masca
noch ein letzter Blick zurück in die Schlucht

Nach drei Stunden Aufstieg bzw. insgesamt 6 Stunden, 50 Minuten erreichen wir wieder Masca und werden oben von anderen Urlaubern für diese herausragende Wanderleistung bewundert. Dann aber entschwinden wir in eines der Cafés und genießen eine gefühlt lebensrettende Cola Light, bevor es zurück zur Finca geht, wo hoffentlich eine angeheizte Sauna auf uns wartet.

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© Lars Freudenthal