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Wanderung durch die Masca-Schlucht |



Auf den ersten Metern gleicht die Wanderung einem steilen, aber doch bequemen Spaziergang. So erreichen wir schon nach 15 Minuten eine Brücke, die uns auf die andere Seite der Schlucht führt. Noch sind wir frohen Mutes, auch wenn ich zugeben muss, dass ich vor der Wanderung schlecht geschlafen hatte. Grund dafür ist ein Bericht, in dem es hieß, man müsse 100prozentig schwindelfrei sein, wenn man die Schlucht heile durchqueren will.



Ein Bericht, der leider (oder in diesem Fall zum Glück) irreführend ist. Denn schwindelfrei muss nur sein, wer die Masca-Schlucht nicht auf dem normalen Wanderweg durchqueren will, sondern die Variante von Garachico über den Barranco Seco wählt.
Diese nämlich folgt einer Wasserleitung, für die etwa 60 Tunnel in die Felsen geschlagen wurden und die einige Meter über dem Grund der Schlucht nur von einem schmalen Pfad begleitet wird - wenn überhaupt. Wir haben auch Bilder gesehen, auf denen es direkt neben der Wasserleitung steil bergab geht. Doch auch, weil man wegen der vielen Tunnel ständig in gebückter Haltung kraxeln muss, können wir diese Variante keinem Normalurlauber empfehlen.


Wohl aber sollte man unbedingt trittsicher sein. Denn nachdem die letzten Terrassengärten von Masca hinter einem zurückbleiben und der Weg mehrmals die Bachseite wechselt, geht es immer wieder über Stock und Stein. Dabei gibt es zuweilen verschiedene Möglichkeiten, eine Engstelle zu bewältigen. Zum Teil aber enden die Trampelpfade einfach in einer Sackgasse oder, mit ein wenig Glück, an einem Aussichtspunkt (an welchem es freilich auch nicht weitergeht).
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