Nach gut einer Stunde erreichen wir die Stelle, welche “La Cogedera” (die Zange) genannt wird. Hier ist zugleich der letzte Punkt, an dem man für eine kleine Rast anhalten darf. Danach nämlich muss verstärkt mit Steinbruch gerechnet werden. Wie groß die Gefahr tatsächlich ist, lässt sich für uns natürlich nicht einschätzen. Wohl aber sehen wir später einen Mitarbeiter der Umweltbehörde, der unentwegt die hohen Felswände wie auch die Wanderer im Blick behält, um im Fall des Falles die Leute zumindest warnen zu können, bevor irgendwelche Steine auf sie niederprasseln.
Direkt hinter der Zange ändert sich das Aussehen des Barrancos komplett. So lassen wir das obere Ende der gefassten Wasserleitungen hinter uns zurück und kommen nun in einen Bereich, in dem uns das Wasser als kleiner Bach entgegenplätschert. Neben ein paar Kastanien säumen die selbst auf Teneriffa seltenen Kanaren-Weiden den Bachlauf. Viel Zeit, uns umzusehen, haben wir jedoch nicht. Denn im hinteren Bereich der Schlucht wird der Weg doch ein wenig schwieriger, wechselt mehrmals die Seite des Baches und führt auch mal über einen etwas schwierigen Felsbrocken, bei dem man die Hände zur Hilfe nehmen muss, wenn man nicht die Abkürzung (oben rüber) nimmt.