Barranco del Infierno

Kakteen und Wolfsmilchgewächse
Annette
Blick zurück

Nachdem wir eine Treppe rechts des Kassenhäuschens hinunterlaufen, kommen wir auf einen gemütlichen Wanderweg, der von Wolfsmilch und Kandelaberwolfsmilch gesäumt ist. Schon nach wenigen Metern aber wandelt sich die Landschaft, bleibt hinter uns Adeje zurück und eröffnet sich vor uns eine fantastische Schlucht, deren Ursprünge sieben Millionen Jahre zurückliegen. Oder, wie es im Infoblatt heißt: “Im Barranco del Infierno, der Höllenschlucht, können Sie betrachten, wie das kontinuierliche, geduldige Wirken des Wassers [...] diese Landschaft geprägt hat.”

unter den Felsen muss man durch
der neue Wasserkanal
Wasserkanal

Doch auch der Mensch hat in dieser einzigartigen Naturlandschaft schon früh seine ersten Spuren hinterlassen. So lebten hier einst die Ureinwohner wegen der Wasservorkommen in der Schlucht. Nach der Eroberung Teneriffas und der Ausrottung der Ureinwohner begann man, das Wasser für die Bewässerung und Trinkwasserversorgung zu kanalisieren. Zudem wurden die fruchtbarsten Böden der Schlucht von der Landwirtschaft genutzt, wovon heute noch ein paar Kastanien und Feigen zeugen.

keine Ahnung, was das ist, aber hübsch sieht es aus
Barranco del Infierno

Schön finden wir, dass der Wanderweg durch verschiedene landschaftliche Abschnitte führt, und es Miradore gibt, welche einem schöne Einblicke bis hoch zum Rand der Schlucht und hinab zum tief in die Felsen eingeschnittenen Bachbett ermöglichen. Wie beim Gran Mirador an der “Grenze zwischen zwei Welten”, ab der wir den Stadtlärm Adejes hinter uns lassen, um ganz in das “Reich des Steilen, des Senkrechten” einzutauchen. Welch Dramatik!

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© Lars Freudenthal