|
Matara |



Kaum sind wir ausgestiegen, schlägt uns die schlechte, teils schwarze Luft voll Abgasen entgegen. Rußfilter für Diesel sind hier unbekannt. Genauso wie eine ordentliche Kanalisierung. Denn in den streckenweise offenen Abläufen sammelt sich jeder erdenkliche Unrat. Obst- und Gemüsereste, Fischkadaver gammeln in der Sonne. Die ganze Straße wirkt wie unter einer Glocke. Und doch schützt sich eine junge Frau vor den bräunenden Strahlen. Ein Losverkäufer verspricht über zwei Megaphone fantastische Gewinne. Allein das Knattern der Tuc Tucs (Threewheeler) und Hupen der Busse übertönen ihn.


Nur wenige Gebäude scheinen intakt. Und selbst dann ist es oft nur die unterste Etage, in welcher sich vielleicht ein Nähgeschäft, eine Bäckerei oder auch ein blinkender Handy-Shop gute Umsätze erhofft. Auf einem Schild prangt uns die Aufschrift “Thaj Hotel” entgegen. Ob sich hier jemals ein Tourist hin verirren wird? Wir glauben es kaum. Denn wenn einem das Dach nicht gleich auf den Kopf fällt, so wird man wenigstens einen Schirm gegen möglichen Regen mitnehmen müssen.


Ebenfalls wenig spektakulär ist das Matara Fort. Abgesehen von dem obligatorischen Uhrturm erinnern lediglich ein paar wuchtige Mauern an die koloniale Vergangenheit. Sonst gibt es hier nichts außer Rasenflächen zu sehen. Und damit immer noch mehr als wir im Star Fort zu Gesicht bekommen. Dieses nämlich ist wegen Bauarbeiten abgesperrt, als wir davor stehen.
|