Die Führung endet beim Friedhof von Moyenne. Er besteht aus ganzen drei Gräbern, von denen zwei die Gebeine von Piraten beinhalten sollen. Glaubt man der Legende, hüten Ihre Seelen einen verborgenen Schatz, der auf der Insel versteckt sein soll. “Wenn Sie nachts danach suchen wollen, rufen Sie mich vorher an, ich komme dann mit, dass wir teilen können”, schmunzelt Nathalie. Zuvor aber geht es zurück zum Restaurant und noch vor dem Mittagessen mit Badesachen, Schnorchel und Brille aufs Boot.
Wir freuen uns auf die nächste aufregende Schnorcheltour. Und werden doch enttäuscht. Liegt es an der Flut, ist das Wasser im Ste. Anne Marine Nationalpark an sich so trüb oder lassen sie uns einfach an einer zum Schnorcheln ungünstigen Stelle ins Meer? Wir wissen es nicht. Nachdem es aber schon keine passenden Flossen für mich gab (wer hat denn auch die Allerweltsgröße 42/43?), können wir die Fische und Korallen nur schemenhaft erkennen. Hier zu Fotografieren wäre absolut zwecklos. Auch verstehen wir nicht, warum wir an einer acht Meter tiefen Stelle von Bord gehen und ein ganzes Stück schwimmen mussten, um zu den Riffen zu kommen? Schließlich kann das Boot ja auch erst seine Fracht ins Wasser lassen und dann woanders ankern.
Enttäuscht vom Schnorcheln finden wir im Anschluss daran bzw. nach dem Essen schöner, alleine über den Rundwanderweg von Moyenne zu laufen. Neben den allgegenwärtigen Schildkröten eröffnen sich uns immer wieder schöne Ausblick über den Meeresnationalpark, der Insel Sainte Anne und in der Ferne zu Baecon Island, einer kargen Felseninsel außerhalb des Nationalparks. Unterwegs lernen wir zudem die Geschichte der Insel und ihrer früheren Einwohner kennen, entdecken den Bereich, in dem der Schatz angeblich vergraben sein soll, und finden schließlich an den kleinen Strand an der Ostküste.