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Wanderung auf den Morgartenberg |


Zwanzig Minuten nach Aufbruch passieren wir die letzten Häuser von Sattel und kommen in die offene Landschaft. Wir haben Glück mit dem Wetter. Denn während der gegenüberliegende Hang mit dem Herrenwald und dem Hochstuckli noch im Dunst und Nebel liegt, scheint am Morgarten die Sonne. Dadurch ist es trotz des Schnees warm genug, mit offener Jacke zu wandern.


Laut der Beschreibung im Rother Wanderführer sollten wir bei Lustnau nach links abbiegen. Dort angekommen, entscheiden wir jedoch, noch ein Stück weiter zur nächsten Abzweigung zu laufen, wie es die Schilder vor Ort anzeigen. Dadurch nehmen wir zwar einen Umweg in Kauf, dafür aber ist die Steigung geringer als auf dem direkten Weg und können wir bis Obermorgarten die freie Zufahrtsstraße nutzen. Andernfalls hätten wir uns einen Weg über einen verschneiten Pfad bahnen müssen.



Bei den Höfen von Obermorgarten angekommen, entdecken wir eine Katze, die sich vor einem Stall sonnt. Und eine andere Katze entdeckt uns. Es ist ein schlankes Tigerle, das sich beeilt, zu uns zu kommen, um Annette um die Beine zu streichen und sich kurz kraulen zu lassen, bevor es im Galopp zu mir eilt, mir zärtlich in die Finger beißt und für weitere Streicheleinheiten ansteht.
In dieser ruhigen Winterlandschaft nehmen wir das kleine Erlebnis gerne mit, auch wenn sich uns danach das Problem stellt, wie wir unsere Wanderung auf den Morgartenberg ohne die Katze im Schlepptau fortsetzen können. Denn als wir schon denken, dass sie zurückbleibt, rennt sie Annette nochmals vor die Füße. Erst nach etwa 200 Meter setzt sie sich schließlich auf die Straße und blickt uns nach, eh sie zurück zum Hof läuft und dort durch den Schnee tollt.
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