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Wanderung Küssnacht - Hohle Gasse |


Wieder zurück bei Tells Kapelle, schlagen wir den Weg zur Ruine Gesslerburg ein. Während die Hohle Gasse rechts unter uns zurückbleibt, kommen wir selbst über Wirtschafts- und Privatwege zum Rastplatz Gisibachboden. Direkt oberhalb des Rastplatzes steht eine Knochenstampfe. Sie wurde 1877 in Betrieb genommen und war damals mit einer Fleischbeinstampfe, Werchreibe und Bandsäge ausgestattet. Dass die Mühle so gut da steht, ist einer Seniorengruppe zu verdanken, die das Wasserrad und das Dach erneuert sowie die Knochenstampfe nachgebaut hat. Von Mai bis Oktober kann die Mühle auf Anmeldung besichtigt werden.



Auf der anderen Seite des Bachs passieren wir einen Brunnen zu ehren des Schriftstellers Friedrich Donauer, bevor wir uns an den Aufstieg zur Gesslerburg wagen. Im Winter ist das heikel. Denn weil sich die Treppe auf der Schattenseite der Burgruine befindet, sind die Stufen vereist. Dem nicht genug, sind sie obendrein abschüssig, sodass wir aufpassen müssen, nicht wegzurutschen.


Der Aufstieg aber lohnt sich, da er uns eine weit reichende Aussicht zum Rigimassiv sowie über Küssnacht und den Vierwaldstätter See bis zum Pilatusmassiv bietet. Vor Ort lesen wir, dass die Gesslerburg im Mittelalter der Sitz verschiedener Ritter war. Auch wenn über die Entstehung der Gesslerburg nur wenig bekannt ist, erhielt sie durch die spätmittelalterliche Geschichtsschreibung eine besondere Bedeutung als wichtiges Element des eidgenössischen Gründungsmythos.


Nachdem wir ein Paar beim Geocaching beobachtet haben, steigen wir auf der anderen Seite der Gesslerburg wieder hinunter zum Rastplatz Gisiboden. Von dort kehren wir nach Küssnacht zurück und genießen noch einmal das sonnige Wetter, bevor wir den See mit dem guten Gefühl verlassen, uns trotz des Winters drei Stunden an der frischen Luft bewegt zu haben.
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