|
Reisebericht Sardinien |


Nachdem wir uns ein wenig enttäuscht mitten im ausgetrockneten See ansehen, kehren wir um und rätseln als nächstes, über welchen der Pfade wir zurück zur Schäferhütte kommen? Den Weg, den wir gekommen waren, finden wir jedenfalls nicht mehr. Dafür einen Haufen alter Knochen und zwei Schädel, die längst abgenagt dem tristen Herbstwetter ausgesetzt sind. Hält man aber in etwa die Richtung, trifft man früher oder später auf die Mauern des Pferchs und findet dann auch zurück zum Schäferunterstand. Die Frage ist nur, wie viel Gestrüpp einem im Weg steht.


Wie es von dem alten Steinhäuschen genau weiter geht, ist nicht so leicht zu erkennen. Eigentlich sollen wir nach Norden aus dem Wald herauslaufen, sind uns aber nicht schlüssig, wo sich unter dem wolkenverhangenen Himmel Norden genau befindet. Nachdem wir also erst ein paar Meter den (wahrscheinlich) richtigen Weg einschlagen, gehen wir ein Stück zurück (aus dem Wald raus) und wählen dann den falschen Weg.
Was aber auch nicht weiter schlimm ist. Denn zu unserem Unglück setzt ein kühler Regenschauer ein, der unsere Wanderlust zusehends verwässert. Als wir uns ein Stück weiter oben auf dem Weg wieder finden, von dem wir zuvor nach rechts zum Monte Zeparedda abgebogen waren, lassen wir also die Möglichkeit, zurück auf die beschriebene Variante zu laufen, rechts liegen und laufen stattdessen wieder in Richtung des Metallmastens beim botanischen Garten.


Leider wird der Regen immer stärker, sodass wir schließlich auch die alternative Möglichkeit, zum Paùli Maiori, dem Großen Sumpf, zu laufen rechts liegen lassen und zurück zum Parkplatz laufen. Wenigstens begegnen wir noch einer Herde (nasser) Schafe und weiteren Wildpferden, die unserer Wanderung ein kleines Trostpflaster geben, bevor wir die Giara schließlich verlassen. Schade eigentlich.


|