|
Reisebericht Sardinien |
Nachdem wir uns einen hohen Metallmast (den Tralicio) als Orientierungshilfe gemerkt haben, biegen wir vor einer niedrigen Trockenmauer nach rechts ab. Vorbei an ein paar Korkeichen und zahllosen Zistrosensträuchern kommen wir etwas später auf eine offene Fläche der Giara. Da es hier außer einem Schild zum See keinen brauchbaren Wegweiser gibt, halten wir irgendwie auf eine weithin sichtbare Baumgruppe zu, die auf dem höchsten Punkt der Giara steht.


Bei der nächsten Abzweigung geht es rechts über einen schmalen Pfad zunächst bergauf und dann in einen schattigen Korkeichenwald zum Monte Zeparedda (609 m). Außer in Teilen verfallene Steinmauern finden wir hier eine winzige Hütte, die den Schäfern einst als Notunterstand diente. War es bis zu diesem Häuschen recht einfach, den Weg zu finden, wäre es nach dem Häuschen bzw. den Mauern eigentlich am besten, wenn man eine farbige Schnur spannt. Zumindest dann, wenn man weiter zum See oben auf der Giara will.


Leider nämlich gibt es zwischen dem alten Pferch und dem See einige Pfade und schmale Wege. Reicht es nicht, dass sie immer wieder mal einen Schlenker machen, sind sie stellenweise zudem mit Gestrüpp überwuchert. Ein Vorankommen ist entsprechend schwierig. Vor allem dann, wenn man wie wir - erst einmal von der Ideallinie abgekommen ist. Hat man den Wald aber erst einmal durchquert, ist es ein Kinderspiel, den See zu finden. Vorausgesetzt natürlich, dass er überhaupt da ist. Leider nämlich kommen wir ausgerechnet zu einer Zeit, in der das Wasser komplett verdunstet oder versickert ist... )-:


|