Städtereise Salzburg

Freilichtmuseum Salzburg

Nach dem Besuch von Schloss Hellbrunn wollen wir ins Freilichtmuseum von Salzburg fahren. Bei der Fahrt zum Untersberg meinte ich auch ein Hinweisschild an der Straße ins Berchtesgadener Land gesehen zu haben. Bei Hellbrunn fragen wir auch noch geschwind die Angestellten des Cafés nach dem Weg. Weil den keiner so richtig kennt bzw. die Bedienungen nicht einmal wissen, dass es in der Nähe ein Freilichtmuseum gibt, fahren wir zurück zur Hauptstraße. Etwas später finden wir uns Salzburg wieder. Hm - da war wohl doch kein Schild.

Lohnergütl aus dem Jahr 1666, Flachgau
Hauserl-Stadel, Mautendorf/Fanningberg

Auch die nächste Tankstelle kann ich uns nicht wirklich weiterhelfen. Also fahre ich nach dem Gefühl und der vagen Erinnerung an die Karte, die ich mir vor der Fahrt nach Salzburg angeschaut hatte. Nachdem wir schon fast auf dem richtigen Weg waren, finden wir schließlich ein paar Leute, die hier ortskundig sein sollten: es ist eine Geschwindigkeitskontrolle der Polizei, die uns erst mit dem Laser ins Visier nimmt, bevor uns die Beamten den Weg zum Freilichtmuseum in Großgmain erklärt. Wer hätte gedacht, wie nützlich eine Radarfalle doch sein kann?

Schusterwerkstatt im Prähausen-Häusl (von Pcuh bei Hallein), 19. Jahrhundert
Lärchenhaus aus dem Pongau

Um die Mittagszeit kommen wir beim Freilichtmuseum in Großgmain (im Hasenweg) an. Endlich. Bei inzwischen bewölktem Himmel ist kaum was los, sodass wir uns auf einen ruhigen Rundgang über das weitläufige Areal freuen können. Und es lohnt sich: eingeteilt in die Landstriche rund um Salzburg, stehen hier 60 Bauernhöfe, Handwerkerhäuser, Scheunen, Mühlen und Almen aus fünf Jahrhunderten zur Besichtigung offen. Zusammen mit den wechselnden und Dauerausstellungen vermitteln sie einen eindrucksvollen Einblick in die ländliche Bau- und Wohnkultur des Salzburger Landes. Hier alles bei nur einem Besuch in sich aufzunehmen, ist nicht möglich, sodass man sich besser schon vorher überlegt, was einen am meisten interessiert.

Arbeitsraum mit Spindel im Lärchenhaus aus St. Martin im Tennengebirge (1505)
Freilichtmuseum Salzburg

Daneben eignet sich das Freilichtmuseum hervorragend zum Spazieren und Picknicken. So laden, verstreut über sämtliche Themenbereiche, einige Rast- und Grillplätze zum Verweilen ein. Zudem gibt es seit 2010 eine Parkeisenbahn, welche die Besucher von einem Teil in den nächsten bringt. Gerade für diejenigen, welche zuvor auf dem Untersberg und im Schloss Hellbrunn waren, ist dies doch sehr angenehm. Schade nur, dass die Gleisarbeiten bei unserem Besuch noch voll am laufen waren.

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© Lars Freudenthal