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Vatikanstadt |
Während wir die Peterskirche besichtigt haben, hat sich eine etwa 30 Meter lange Schlange vor der Sicherheitskontrolle gebildet. Oder besser gesagt: eine 30 Meter kurze Schlange. Denn so wie wir den Petersplatz in Richtung vatikanische Museen verlassen, trauen wir unseren Augen kaum. Auf halbem Wege entlang der Via di Porta Angelica erreichen wir das Ende einer Menschenmenge, bei der wir nicht einmal erkennen, wofür die Leute anstehen. Also passieren wir sie und folgen der Mauer des Vatikans um die Ecke.


Ein Ende der Schlange können wir nicht ausmachen. Wohl aber dämmert es uns, dass die vielen, vielen Leute dasselbe Ziel wie wir haben. Zu unserem Glück ist die Schlange recht löchrig, sodass wir vielleicht eine halbe Stunde Wartezeit abkürzen können. Hätten wir geahnt, dass wir dadurch immer noch länger als zwei Stunden anstehen müssen und einen großen Teil des Vatikans entlang laufen, wir wären - befürchte ich - noch ein wenig unverschämter gewesen. So aber reihen wir uns brav ein, achten darauf, dass sich niemand von der Seite reindrängelt und erleben, vielleicht zehn Minuten, bevor wir den Eingang erreichen, einen kleinen Regenschauer.


Was dann passiert, finde ich interessant zu beobachten. Denn so oft bei uns erst Wasserverkäufer und Souvenirhändler vorbeikamen, so laufen dieselben Männer bei uns jetzt plötzlich mit billigen Regenschirme vorbei. Was heißt billig? Die Schirme sind sicher nicht die paar Euro wert, die sie dafür verlangen. Hat man beim Packen aber auf Regensachen verzichtet, kommt man kaum drum herum, einen zu kaufen. Dass es gleich nach dem Kauf aufhört zu regnen, versteht sich von selbst. So also schleppen wir ein wenig mehr Ballast als geplant mit uns herum, als wir endlich, nach zwei Stunden Anstehen, den Eingang erreichen.



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