Insofern man an einer der Führungen teil nimmt, kann man weite Teile der Vatikanischen Gärten besichtigen. Ob es sich großartig lohnt, sei aber mal dahin gestellt. Denn abgesehen von einigen Denkmälern sollte sich die Anlage nicht großartig von anderen Parks unterscheiden. Zudem ist es durch die Pflichtteilnahme an einer Führung wohl nicht so einfach möglich, an einer Stelle längere Zeit zu verweilen oder gar die Mittagspause zu verbringen. Als einer der idyllischsten Orte Roms gilt allenfalls der deutsche Friedhof Campo Santo Teutonico nahe der Kirche San Maria della Pietà.
Da wir uns von dem langen Anstehen und dem Gewusel im Museum erholen wollen, begnügen wir uns mit ein paar Blicken aus verschiedenen Fenstern des Museums und finden dann hinaus auf eine Dachterrasse. Auch wenn wir mehreren Besuchergruppen begegnen, ist es auf dem Dach ruhig. Und: es gibt hier oben ein paar freie Bänke! So also beobachten wir einen Gärtner, der voller Elan über den vatikanischen Rasen mäht und genießen unter einem leicht bewölktem, trockenem Himmel einen großen Teil unseres Ausflugsproviants.