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Reisebericht Rom |
Nachdem wir uns zum Pancracio-Tor zurück gerettet haben, weichen wir teilweise auf die Gassen neben der Via Garibaldi aus (Via Angelo Masina, Giacomo Medici) und kommen schließlich zur Kirche San Pietro in Montorio. Eigentlich wollten wir ja zur Santa Maria in Trastevere, die sich angeblich an der Stelle befindet, an der vor der Geburt Christi eine Ölquelle für einen Tag gesprudelt haben soll. Dieses Wunder deuteten die Christen später als Verkündigung der Ankunft Christi, welcher seine Gnade über die ganze Welt ergießen werde. Irgendwie sind wir bei unserem Spaziergang aber durcheinander gekommen.


So oder so, man muss kein Prophet sein, um sagen zu können, dass in Trastevere schon sehr früh Kirchen gebaut wurden. Denn hier soll unter Papst Calixtus ein ersten Bau entstanden sein, bevor Papst Julius I. im vierten Jahrhundert eine Basilica bauen ließ. Auch wenn danach die Kirche im 9. und 12. Jahrhundert umgebaut wurde, ändert dies nichts daran, dass die Santa Maria in Trastevere bis heute eine der ältesten Kirchen der Christenheit überhaupt ist. Schade, dass wir sie verfehlt haben.


Bei der Besichtigung der Kirche San Pietro in Montorio werden wir dafür Zeuge einer nahen Hochzeit: beiderseits des Mittelgangs werden die Bänke mit aufwändigen Gestecken dekoriert, werden die Bänke selbst in edlen, blauen Stoff gehüllt und hören ein paar Arbeiter gar nicht mehr damit auf, immer mehr Blumenschmuck aus einem kleinen Lieferwagen zu holen. Wow! Bis zur Zeremonie aber wollen wir nicht warten, sondern lassen den Spaziergang in den unteren, teilweise verkehrsberuhigten Gassen von Trastevere bzw. in einem netten Restaurant ausklingen.



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