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Reisebericht Rom |


Direkt unterhalb des Palatins kommen wir zum Forum Romanum. Einst war hier der Mittelpunkt allen öffentlichen Treibens von Rom, reihten sich Tempel und Basiliken, Ehrenbogen und Säulen, politische Bauten und Markthallen aneinander. Allein die Bezeichnung Forum, die sich von foris(draußen, außerhalb) ableitet, mag hierzu nicht passen. Tatsächlich aber lag der ehemalige Sumpf, als nur der Palatin besiedelt war, damals noch außerhalb der geschlossenen Bebauung.


Dies änderte sich um 600 vor Christus, als das Forum Romanum trocken gelegt und gepflastert wurde. Anschließend ließ König Tarquinius Priscus hier mehrere Staatsgebäude errichten. Etwa Mitte des 5. Jahrhunderts brachten die Römer hier die bronzenen Tafeln des Zwölf-Tafel-Gesetzes an der Rostra, der Rednerbühne des Forums an. Hier wurde Gericht gehalten, politische Reden geschwungen und Geschäfte gemacht.


Um das bunte Treiben nachzuempfinden, braucht es heute allerdings eine gute Portion Fantasie. Denn mit dem Untergang Roms verfiel das Forum und verkam in den nächsten Jahrhunderten zur Kuhweide. So erwartet den Besucher auf dem ersten Blick nicht viel mehr als eine gewaltige Ansammlung von Ruinen aus allen Epochen des römischen Imperiums, durchsetzt mit ein paar Säulen, Tempelfragmenten und zwei Triumphbögen. Dennoch lohnt sich der Spaziergang über die ausgegrabene und wieder instand gesetzte Via Sacra, der Heiligen Straße, über die zur Blütezeit die Triumphzüge der Römer schritten.


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