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Reisebericht Rom |


So wie wir den Palatin hinter uns lassen, kommen wir zum Titusbogen. Laut unserem Reiseführer hatte ihn vermutlich Kaiser Domitian 81 nach Christus errichten lassen, um an den erfolgreichen Feldzug seines Bruders gegen Jerusalem zu erinnern. Titus hatte 71 nach Christus einen Aufstand der Juden nieder geworfen, der mit der Vertreibung der Juden sowie der Zerstörung Jerusalems endete.



Wie sich ein Triumphbogen außer zum Durchmarschieren noch verwenden lässt, zeigte die Familie Frangipani. Sie baute ihn im Mittelalter zu einem Festungsturm um. Im 19. Jahrhundert wurde der Bogen schließlich wieder von den Anbauten befreit und später restauriert bzw. ergänzt. Die Reliefs mit Szenen des Feldzuges und Darstellungen der jüdischen Tempelschätze jedoch sind echt.


Als wir die Via Sacra in Richtung Septimius-Bogen spazieren, fängt es wieder an zu regnen. Es ist nicht so schlimm, als dass uns der Regen vertreiben könnte. Aber doch genug, dass wir unseren Reiseführer samt Übersichtskarte des Forums verstauen müssen. Hier lohnt es sich, daheim eine Karte zu laminieren. Denn für ungeübte Betrachter wie uns lässt sich ohne einen vernünftigen Plan nur erahnen, zu welchen Bauwerken die verschiedenen Ruinen gehören, sodass wir am oberen Ende der Via Sacra zum Beispiel die Rednerbühne (Rostra) gar nicht beachten.


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