|
Städtereise Paris |
Aus einst schier undurchdringlichen Sümpfen, den Gefilden der Seligen, ist der Champs-Élysées entstanden. Wo bis Mitte des 17. Jahrhunderts Wälder wuchsen, ließ André le Notre 1667 die lange, 100 Meter breite Allee anlegen, die sich heute zwischen dem Triumphbogen und dem Place de la Concorde erstreckt. Lange galt der Champs-Élysées als die Königen der Pariser Straßen, und auch heute noch ist er als Flaniermeile Nummer 1 aus einem Parisprogramm kaum wegzudenken.


Allzu viel zu sehen, außer den Schauräumen diverser Benzinschlucker, den Fassaden von Banken und Versicherern sowie etlicher Luxusläden gibt es auf der Straße zwar nicht. Dafür aber locken zahlreichen Cafés, Restaurants und Fastfoodketten zum Verweilen ein. Wer sagen will, dass er auf dem Champs-Élysées einen Cappuccino genossen hat, kann sich den gerne gönnen. Wer aber sieht, dass der Geräuschpegel durch die mehrspurige Straße gleich nebenan doch relativ hoch ist und man seinen Kaffee genauso gut in einem der ruhigeren Viertel schlürfen kann, tut gut daran, sich den Preisaufschlag der Lage zu sparen. Mal abgesehen davon, dass überzogene Preise alles andere als eine Garantie für Qualität sind.


Der Spaziergang über den Champs-Élysées lässt sich damit am besten mit der Besichtigung der Tuilerien-Gärten beim Louvre und dem Place de la Concorde auf der einen Seite der Allee und der Besichtigung des Triumphbogens auf der anderen Seite verbinden. Wobei man dann allerdings gut aufpassen sollte. Denn auch wenn es ab und zu so aussieht, als könne man vom Champs-Élysées direkt zum Triumphbogen hinüberlaufen, so empfiehlt sich doch, besser eine der Unterführungen zu nutzen. Wer sich den Verkehr auf dem früheren Sternenplatz längere Zeit ansieht, weiß warum - und wird wohl entscheiden, dass er aufs Autofahren im Pariser Zentrum gut verzichten kann.


|